Das aktuelle Wetter Mülheim 14°C
Interview

Arzneimittel-Plagiate: "Im schlimmsten Fall tödlich"

29.12.2009 | 12:00 Uhr

In der Winterzeit erwischt es so manchen und schnell wird eine Erkältung zur Krankheit. Doch nicht jedes Medikament hält, was es verspricht – Nicola Hofer, Sprecherin der Mülheimer Apotheker, warnt im Gespräch mit Caroline Uschmann vor Fälschungen.

Die Gesundheitsexperten sind sich einig, dass die Plagiate unter den Arzneien zunehmen. Können Sie das für Ihre Schwanen Apotheke bestätigen?

Nikola Hofer in ihrer Schwanen Apotheke an der Duisburger Straße. Dort sind, versichert sie, alle Medikamente echt. Foto: privat

Hofer: Der Handel boomt und gerade hat der Zoll in Essen wieder Stoffe sichergestellt. Allerdings läuft das Geschäft hauptsächlich über unseriöse Internetseiten. Bei Ihrer Apotheke vor Ort können Sie sicher sein, dass es keine Plagiate gibt.

Welche Medikamente werden besonders häufig gefälscht?

Ganz klar Präparate wie Potenzmittel, Anabolika und Schlankmacher. Das bedeutet häufig ein Problem – bei den Apothekern kann jeder nachfragen, wenn er sich bei einem Medikament nicht sicher ist. Doch viele schämen sich, wenn sie Viagra bestellt haben.

Welche Gefahren bestehen, wenn man nicht nachfragt?

Im besten Fall ist das Medikament wirkungslos, im schlimmsten Fall tödlich. Viele Mittel greifen Herz, Kreislauf und Blutdruck an. Fälscher dosieren die Wirkstoffe meist viel zu hoch oder zu niedrig, ersetzen sie oder lassen das Wichtigste weg.

Gibt es Hinweise auf mögliche Fälschungen?

Vorsicht ist geboten, wenn eine Internetapotheke ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept anbietet, wenn es deutlich preiswerter ist als gewohnt oder Pillen und Packungen anders aussehen. Man sollte auf einen deutschen Beipackzettel achten.

Wie gehen Sie gegen dubiose Geschäfte vor?

Wenn wir auf verdächtige Produkte stoßen, melden wir sie dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Apotheken selbst sind schon durch Kontrollen aller Hersteller geschützt.

Caroline Uschmann

Kommentare
29.12.2009
16:55
Arzneimittel-Plagiate: Im schlimmsten Fall tödlich
von Go.Wo. | #1

Alles Panikmache der Apotheker. Was ist wenn die ihr überteuertes Zeug nicht verkaufen ?

Funktionen
Aus dem Ressort
Mülheimer Politik will Beiträge nach Streik zurückzahlen
Kita-Streik
Klare Absage an das Vorgehen der Stadt. SPD: Wir verschanzen uns nicht hinter juristischen Barrikaden. FDP: Was wollen wir den Eltern noch zumuten?
Radweg an der Stadtgrenze
Radweg
Der Radweg Rheinische Bahn wird bis Oktober weiter bis zum Mülheimer Hauptbahnhof gebaut. In Heißen ist er schon angekommen.
Mülheimer WAZ-Leser erinnern sich an den Trümmerplatz
Stadtansichten
Viele Leserinnen und Leser haben den Dickswall samt Hans-Böckler-Platz erkannt. Der gesuchte Bauernhof wird in der Ortung schwieriger sein.
Mülheimer Nachwuchs wählt im Juni den neuen Jugendstadtrat
Politik
Mülheimer Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren dürfen vom 1. bis 12. Juni einen neuen Jugendstadtrat wählen. 23 Kandidaten stehen zur Wahl.
Hallenbad Süd in Mülheim lädt zum 50. Jubiläum ein
Schwimmen
Auf die Besucher im Hallenbad Süd warten heute zum 50. Jubiläum zahlreiche Aktionen. Besonders für Kinder wird ab 14 Uhr einiges geboten.
Fotos und Videos
Hähnchen in Estragon-Sauce
Bildgalerie
Das isst der Pott
Ritter auf Schloß Broich
Bildgalerie
Pfingst-Spektakulum
article
2316227
Arzneimittel-Plagiate: "Im schlimmsten Fall tödlich"
Arzneimittel-Plagiate: "Im schlimmsten Fall tödlich"
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/arzneimittel-plagiate-im-schlimmsten-fall-toedlich-id2316227.html
2009-12-29 12:00
Mülheim