Aquafitness - Mehr als Planscherei

Training im Wasser: Beim Schnuppertag für Aqua-Fitness-Kurse leitet Schwimmmeister Dominik Hyla die Teilnehmer an.
Training im Wasser: Beim Schnuppertag für Aqua-Fitness-Kurse leitet Schwimmmeister Dominik Hyla die Teilnehmer an.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Friedrich-Wennmann-Bad konnten sich Besucher bei einem Schnuppertag über Wassersport-Kurse informieren. Diese sind für alle Altersgruppen geeignet.

Mülheim.. Radfahren im Wasser? Klingt ungewöhnlich und lässt so manchen sportlich aktiven Menschen eher schmunzeln. Letzteres dürfte Skeptikern jedoch schnell vergehen, wenn sie einmal für nur 15 Minuten im etwa hüfthohem Wasser des Nichtschwimmerbeckens kräftig in die Pedale der Spezialfahrräder getreten haben. Unter Anleitung von Schwimmmeister Dominik Hyla und Dennis Prischtschepow vom Mülheimer Sport Service (MSS) versuchten sich am Samstag viele Schwimmbadgäste in der ungewohnten Wassersportart.

Zunächst werden die Besucher mit rutschfesten Schuhen ausgestattet, die Höhe des Sattels wird eingestellt und schließlich auch der Widerstand der Pedale. Dann geht es samt Fahrradgestell ab ins Wasser. „Diese Sportart ist etwa für Menschen geeignet, die mit Übergewicht zu kämpfen haben“, erklärt Dennis Prischtschepow. „Die Gelenke werden im Wasser geschont und die Effektivität ist groß.“ Auch für Ausdauersportler sind die Übungen gut geeignet. „Damit es wirklich anstrengend wird, können wir die Widerstände erhöhen und so auch gut trainierten Menschen die Schweißperlen auf die Stirn treiben“, so Dominik Hyla. Nicht nur die Beine werden beim Aquacycling trainiert – mit verschiedenen Übungen werden auch Arme, Bauch und andere Körperpartien einbezogen. Schon eine Viertelstunde zeigt Wirkung und einige Teilnehmer schaffen das Rad schnaufend aus dem Wasser. „Hätte ich nicht gedacht, dass das so anstrengend ist“, gesteht Sabine Schubert. „Gott sei Dank sieht man im Wasser nicht, wie schweißtreibend die ganze Sache ist.“

Musik schallt durch das Bad

Nachdem die Fahrräder wieder im Trockenen stehen, geht es an die Aquafitness. Laute Musik schallt durch das Bad und Dominik Hyla gibt den Teilnehmern über ein Mikro motivierende Anweisungen. „Auch hier ist der Sport im Wasser gelenkschonender als zum Beispiel Aerobic im Fitness-Studio“, so der Schwimmmeister. „Aber durch den Wasserwiderstand auch wesentlich anstrengender.“ Das Fazit der Besucher ist einstimmig. „Ich fühle mich jetzt angenehm ausgepowert“, sagt Christian Loewig, der mit seiner Familie zum Schwimmen gekommen ist.

Die positive Resonanz freut auch Jürgen Teschke vom MSS. „Wir wollten mit den Schnupperkursen mal wieder auf uns aufmerksam machen“, so Teschke. „Denn entgegen anderer Meldungen wird das Friedrich-Wennmann-Bad nicht geschlossen und wir freuen uns, wenn unsere Kurse weiter besucht werden.“ Dieser Wunsch scheint sich nach dem Schnuppertag zu erfüllen. Zahlreiche Teilnehmer unterschrieben im Anschluss an die Kurse noch in Badehose oder -anzug das Anmeldeformular.