Angeblicher Bombenfund war gar keiner

Wegen einer Bombenentschärfung in Mülheim müsse die A 40 gesperrt werden, hatte die Polizei über Facebook gemeldet, was bei den Nutzern schnell die Runde machte. Doch die Bombe war gar keine. „Kontraproduktiv“, nannte Stadtsprecher Volker Wiebels auf Anfrage der Redaktion diese „vorauseilende Polizeimeldung“, die der Stadt am Dienstagmorgen zahlreiche Anfragen besorgter und verärgerter Bürger beschert habe.

Sondierungsbohrungen

Hintergrund: Sondierungsbohrungen an der Klaus-Groth-Straße in Winkhausen wurden gestern nötig, nachdem dort im Vorfeld von geplanten Bauarbeiten Metallgegenstände geortet worden waren. Aber erst die Untersuchungen von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes können in einem solchen Fall die notwendige Klarheit schaffen, ob es sich nun um eine „Bombe oder Badewanne“ handelt, wie Wiebels erklärte.

Offizielle Entwarnung wurde von der Stadt dann schließlich um 9.45 Uhr gegeben: Bei dem Fund handele es sich um einen Abwurfbehälter mit zehn Stabbrandbomben, die als „eher unproblematisch“ eingestuft würden und nun ohne großen Aufwand entsorgt werden könnten. Zu einer Sperrung der A 40 wäre es bei einem Bombenfund an der Klaus-Groth-Straße ohnehin nur dann gekommen, so Volker Wiebels, wenn es sich bei der Hinterlassenschaft aus dem Krieg um eine große Zehn-Zentner-Bombe gehandelt hätte. Freie Fahrt also.