Am Hexberg in Mülheim liegt oft Müll in der Gegend herum

Papierkörbe werden oft von Menschen und Vögeln durchwühlt.
Papierkörbe werden oft von Menschen und Vögeln durchwühlt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Häufig liegt am Hexberg Abfall in der Landschaft herum. Die Bezirksvertretung 2 wünscht dort aber zwei Müllkörbe und diskutiert über pro und contra.

Mülheim/Dümpten.. Zwei Abfallbehälter sollen auf dem Hexberg aufgestellt werden. Aber sicher ist das noch nicht. Die Mitglieder der Bezirksvertretung 2 haben jetzt die Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz beauftragt, zu ermitteln, was das Aufstellen und die regelmäßige Leerung von zwei Abfallbehältern kosten. Erst danach will das Ortsparlament entscheiden.

„Spaziergänger hatten sich darüber beschwert, dass Leute immer wieder Abfälle in die Landschaft werfen – vor allem im Bereich des Hundeübungsplatzes bis zur Einmündung Borbecker Straße“, begründete Petra Seidemann-Matschulla den Antrag der CDU.

Das Wegwerfen von Abfällen lasse sich mit dem Aufstellen von Abfallbehältern nicht lösen, erklärte eine Mitarbeiterin des Umweltamtes. Grundsätzlich könne man davon ausgehen, dass Lebensmittel und Verpackungen, die Leute zum Spaziergang mitnähmen, wieder eingepackt und zu Hause entsorgt werden könnten. Es lasse sich aber leider nicht vermeiden, dass „einige Bürger über ein mangelhaftes Sozialverhalten verfügen und ihren Abfall einfach in der Umgebung entsorgen“.

Vögel und Pfandsammler mögliches Problem

Mitarbeiter des Umweltamtes beobachteten in Grünanlagen, dass „Abfalleimer gerade zu einer verstärkten Vermüllung der Pausenplätze führen. So werden diese oft rücksichtslos auf der Suche nach Getränkeverpackungen (Pfand) ausgeschüttet oder der Müll landet gleich beim Einwurf knapp daneben.“

Ein weiteres Problem seien Vögel, die sich Reste aus den Behältern heraus pickten und diese in der freien Landschaft verteilen. Auch aus Kostengründen (Leerung, Vandalismus) sei das Aufstellen von Abfallbehältern abzulehnen, hörten dazu die Bezirksvertreter. Schließlich sei „jeder Bürger für die Sauberkeit seiner Umgebung mitverantwortlich und kann durch sein Verhalten zu einem gepflegten Umfeld beitragen“.

Bericht auf der Sitzung am 13. August

Petra Seidemann-Matschulla ist klar anderer Auffassung. Sie habe schon den Eindruck: „Vorhandene Abfallbehälter werden von den meisten Bürger genutzt.“ Darum möchte sie vom Umweltamt wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, am Hexberg zwei Abfallbehälter aufzustellen.

Monika Hirdes (MBI) fragte nach den Kosten, die für die zusätzliche Leerung entstehen würden. Jetzt sollen Umweltamt und Entsorgungsbetriebe auf der Sitzung am 13. August ihren Bericht vorlegen.