Alles einsteigen, bitte!

Am morgigen Mittwoch startet die erste neue Niederflur-Straßenbahn. Voraussichtlich werden im etwa 14-tägigen Rhythmus die weiteren 14 Straßenbahnen dieses neue Typs dann folgen, so MVG-Sprecher Nils Hoffmann auf NRZ-Anfrage. Jede neue Straßenbahn hat rund 2,5 Millionen Euro gekostet.

Schon in den letzten Wochen waren zeitweise Niederflur-Straßenbahnen im Mülheimer Schienennetz unterwegs - hier hatte es sich aber um Leihgaben aus Essen gehandelt. Die Straßenbahnfahrer mussten schließlich vorher noch Fahrstunden nehmen. „Das Cockpit der neuen Bahnen erinnert an einen ICE“, berichtet Hoffmann „Die Fahrer werden dann zunächst noch Bahnen des alten und des neuen Typs parallel fahren. Bis es irgendwann nur noch neue Bahnen gibt“. Bevor eine neue Tram aber im Netz fährt, wird sie ausgiebig geprüft. „Jede ist so etwas wie eine Einzelanfertigung“ erläutert Hoffman.

Insgesamt sind 159 Menschen im Straßenbahndepot für die neue Bahn zuständig, darunter 37 in der Werkstatt und auch 93 sogenannte „Doppelpatentinhaber“. Das sind Fahrer, die sowohl Straßenbahnen als auch Omnibusse steuern können.

Auf welcher Linie, die neue Bahn ab Mittwoch fährt, konnte Hoffmann noch nicht sagen. Er rechne mit der Linie 102.