Alle Wolken brechen auf
15.05.2009 | 19:57 Uhr 2009-05-15T19:57:00+0200Es ist schon schön in unserem Büro. Eigentlich sind wir Journalisten ja keine Stubenhocker...
Es ist schon schön in unserem Büro. Eigentlich sind wir Journalisten ja keine Stubenhocker. „Raus vor die Tür”, lautet die Parole. Und das muss man uns auch nicht zweimal sagen. Der Drang vor die Tür, der liegt uns im Blut. Doch gemeinhin gilt es ja als besonders bewundernswürdig, wenn man seine Triebe kontrollieren kann.
Das fiel mir allerdings gestern nicht besonders schwer. Gerne blieb ich an meinem PC sitzen, als der Kollege zur Ruhrpreis-Verleihung aufbrach. Zuerst war ich zwar schon etwas neidisch. Schießlich kommt ein Christoph Schlingensief nicht jeden Tag nach Mülheim. Doch sobald der Kollege die Redaktionsräume verlassen hatte, hellte sich mein Gemütszustand auf. Denn der Himmel verdunkelte sich.
Regen - das wäre eigentlich eine zu harmlose Bezeichnung für das, was nun folgte: Es schüttete, ja es goss. Nass kam der Kollege bei der Verleihung an. Nun half ihm vielleicht der trockene Humor des Laudators dabei, diese missliche Situation zu überstehen. Doch auf dem Rückweg wiederholte sich das Spektakel: Regen, die Zweite. Warum hatte die Verleihung eigentlich keinen Schirmherren? Der hätte den Armen doch angemessen ausstatten können...

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