Alexander verdrängt Ben von Platz 1

Ben und Mia gehörten im vergangenen Jahr wieder zu den beliebtesten Vornamen.
Ben und Mia gehörten im vergangenen Jahr wieder zu den beliebtesten Vornamen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Sophie bleibt in Mülheim der beliebteste Name für neugeborene Mädchen. 1330 Babys wurden im vergangenen Jahr in der Stadt registriert.

Mülheim.. Sophie, Maria und Marie, Alexander, Leon und Tim waren mit Abstand die beliebtesten Vornamen im vergangenen Jahr. 2013 waren Sophie, Marie, und Anna sowie Ben, Luca und Luis die Favoriten, für die sich Eltern in Mülheim bei der Namensgebung entschieden haben. Mina, Nele und Elif, 2013 sehr beliebt, haben es diesmal nicht unter die „Top 15“ geschafft, bei den Jungennamen waren es Joel, Jonathan und Julian, die 2013 noch sehr angesagt waren.

Namen gehen mit der Mode, und alljährlich lässt sich auch ein Trend zu den klassischen Vornamen feststellen. Einen Friedrich oder einen Wilhelm gab es diesmal nicht, wie Elisabeth Condipodaro Marchetta, die Abteilungsleiterin im Standesamt, auf Nachfrage mitteilte. Aber auch ein Name wie Kevin, vor etlichen Jahren noch sehr populär, taucht heute kaum noch bei den neugeborenen Jungen auf, ebenso wenig wie Marcel oder auch Jennifer bei den Mädchen. Bei der Namenswahl halten sich die Standesbeamten nicht nur an das amtliche Vornamenbuch, sondern recherchieren auch im Internet.

Insgesamt 750 Jungen und Mädchen hat das Mülheimer Standesamt im Jahr 2014 registriert. Das sind alle jene Kinder, die in Mülheim geboren wurden. Entweder in der Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses oder auch per Hausgeburt. Insgesamt bekamen aber mehr Mülheimer Familien Nachwuchs, ihre Kinder wurden außerhalb der Stadtgrenzen geboren. 1330 Neugeborene gab es im vergangenen Jahr in Mülheim, weiß das Bürgeramt; 1301 Jungen und Mädchen kamen im Jahr davor auf die Welt.

Den Rufnamen gibt es nicht mehr

Bei der Namensgebung wählten die meisten Eltern der in Mülheim geborenen Kinder einen einzigen Namen: 448 Jungen und Mädchen haben nur einen Vornamen. Zwei Vornamen wurden für 278 Kinder ausgesucht und 19 Kinder wurden sogar auf drei Namen getauft. Mehr als drei Vornamen sind eher selten, in 2014 wurden in Mülheim zwei Kinder registriert, die mehr als drei Vornamen haben.

Wer mehr als einen Vornamen hat, kann später selbst wählen, wie er oder sie sich nennen möchte, wenn etwa der erste Name nicht gefällt: Den „Rufnamen“ gibt es nicht mehr, klärt die Leiterin des Standesamtes auf. „Inzwischen ist jeder Vorname dem anderen gleichgestellt“, sagt Elisabeth Condipodaro Marchetta. Offizielle Dokumente führten ohnehin alle Vornamen auf. Aber: Wenn ein Doppelname mit Bindestrich geschrieben wird, wie etwa „Hans-Jörg“, „so ist das als ein Name zu betrachten“, erläutert sie.