„Alex“ will die Mülheimer Innenstadt beleben

Die Räume an der Schloßstraße/Ecke Viktoriastraße, in denen früher die MST ihr Domizil hatte, und der einstige „Takko“-Laden wurden verbunden.
Die Räume an der Schloßstraße/Ecke Viktoriastraße, in denen früher die MST ihr Domizil hatte, und der einstige „Takko“-Laden wurden verbunden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Lokal Alex soll im März an der Schloßstraße an den Start gehen. Wenn alles gut läuft, könne man bald Platz für bis zu 500 Gäste bieten, heißt es.

Mülheim.. Die Mülheimer hoffen lange schon auf eine positive Veränderung ihrer Innenstadt, auf eine Entwicklung, die endlich, endlich mehr Leben in die karge City bringt. Anfang März könnte es einen ersten Schritt in die richtige Richtung geben: Im Haus Schloßstraße 11 öffnet dann das „Alex“, ein „Freizeit-Gastronomie-Betrieb“, der in Spitzenzeiten bis zu 500 Gäste gleichzeitig beglücken könnte, wie Bernd Riegger verrät, Deutschland-Chef der englischen Mitchells & Butlers-Gruppe, zu der die „Alex“-Kette gehört.

Erste Bauarbeiten sind im Gange, ans Grobe hat man sich gemacht, Wände im Erdgeschoss herausgerissen. Entstanden ist eine Fläche von rund 600 Quadratmetern. Die Räumlichkeiten an der Ecke Schloßstraße/Viktoriastraße, in denen bis 2009 die Stadtmarketing-Gesellschaft ihr Domizil hatte, und das Ladenlokal, in dem früher „Takko“ untergebracht war, wurden verbunden. „Als nächstes“, so Riegger, „kommt die Technik“: Stromleitungen, Lüftungen, Brandschutz, „also all das, was man hinterher nicht mehr sieht“. In einer letzten Stufe, ab Mitte Februar, mache man sich an den Innenausbau. „Das dauert erfahrungsgemäß nicht länger als drei Wochen“ – die Planung mit Anfang März also könnte aufgehen.

Drei, vier „loungige“ Bereiche mit Sesseln und Sofas „zum Chillen“

„Alles sehr bequem“, das sei das Motto der „Alex“-Läden. Riegger spricht von einem Bistrobereich mit Tischen und Stühlen, wo’s vornehmlich ums Essen gehen wird, und von drei, vier „loungigen“ Bereichen mit Sesseln und Sofas „zum Chillen“. So wie in vielen anderen der bundesweit 42 „Alex“-Betrieben werde es eine offene Küche geben.

Gedeckte mediterrane Farben sind vorgesehen und viele natürliche Materialien wie Holz, Stein und Leder. Auch das Ober- und das Untergeschoss sind verplant: unter anderem für Büros, Lager- und Personalräume.

Rund 18 Stunden am Tag geöffnet

Bestellt werde am Tisch, „wir sind schließlich kein simpler Versorger“, betont Riegger, „sondern bieten emotionale Gastronomie mit Vollservice an.“ Rund 18 Stunden am Tag wird das Lokal geöffnet sein, „je nachdem, wie die Stadt das braucht“: Von 8 oder 8.30 bis 12 Uhr gibt’s ein Frühstücksbüfett und am Wochenende einen Brunch. Mittagessen bis 15 Uhr, Kaffee und Kuchen bis 18 Uhr und Abendessen bis 22 Uhr folgen. Und zu guter Letzt ein Nachtbereich, „bis 1, 2 oder 3 Uhr“. Serviert werde internationale Küche plus Regionales.

Die Mannschaft ist noch nicht vollständig, per Zeitungsanzeige und übers Netz suche man sich derzeit das Personal zusammen, erzählt Riegger. Im ersten Monat werde ein Team aus anderen Filialen vor Ort eingesetzt, das die Mülheimer einarbeiten soll. Mit 40 bis 60 Angestellten plant Riegger aktuell, „wenn’s mehr werden, ist’s gut – dann läuft die Sache ja rund“.

Die 500 Gäste übrigens, von denen er träumt, sind denkbar nur an Sommertagen – wenn zu den rund 300 Plätzen innen 200 weitere außen hinzukommen.