Aktive Ruheständler gesucht

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Um die 20 Menschen sind bei den „Heinzelwerkern“ aktiv, die ehrenamtlich im Einsatz sind, wenn es etwas zu richten gilt. Rund 15 Frauen sind bei den „Lila Feen“ engagiert, einer Gruppe, die Alleinerziehenden hilft. Nur zwei Beispiele für langfristig erfolgreiche Projekte, die aus den speziellen Lehrgängen für Ruheständler hervorgegangen sind, die das Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) seit acht Jahren anbietet. Auch in diesem Jahr wird es von April bis Juni einen solchen Kurs geben, für den bis zu zwölf interessierte Ruheständler gesucht werden.

„Wir wenden uns an Menschen, die tatsächlich später allein ein Projekt aufziehen wollen“, erläutert Eva Winkler vom CBE. Wie umfangreich das sein kann, zeigt das Beispiel der „Heinzelwerker“: Seit fünf Jahren sind die ehrenamtlichen Handwerker aktiv, um die 1000 Einsätze hatten sie seither. Da sind für die Koordination nicht nur soziale und organisatorische Fähigkeiten gefragt, man muss auch einige juristische Kenntnisse haben. „Entsprechend umfassend ist die Themenpallette, die in dem sechstägigen Kurs behandelt wird“, erläutert Weber. Seit den ersten Kursen, die noch aus Bundes- und aus Landesmitteln finanziert worden sind, haben bisher rund 70 Personen den Lehrgang durchlaufen. Die meisten sind zwischen 60 und 70 Jahren alt. In diesem Jahr wird der Kurs von einem privaten Sponsor mit 5000 Euro unterstützt, der nicht genannt werden möchte.

„Der Kurs hat vor allem den Vorteil, dass sich die Aktiven untereinander kennenlernen und ein Netzwerk bilden.“ Noch heute treffen sich die früheren Teilnehmer regelmäßig. „Es gibt einen monatlichen Stammtisch, mit in der Regel 15 Teilnehmern. Und noch zwei zusätzliche große Treffen, zu denen etwa 30 Personen kommen.“, beschreibt Eva Winkler. „Aus dem gemeinsamen Engagement entstehen nicht selten auch neue Freundschaften.“