Äste müssen Stromleitungen stets weichen

Werden Bäume gefällt, missfällt das häufig den Anliegern. Auch das Abschneiden der Äste sorgt in manchen Fällen bereits für Aufregung. Wachsen die Äste zu nah an Stromleitungen heran oder überragen diese sogar, können die Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke AG (RWE) diese kappen. Die Sicherheit der Freileitungen habe stets Vorrang.

Das erklärte Sylvia Waage, Leiterin des Amtes für Grünmanagement und Friedhofswesen, in der Bezirksvertretung 2. Petra Seidemann-Matschulla (CDU) hatte beobachtet, dass die Bäume nur auf einer Seite entastet worden seien, danach unförmig aussähen und bestimmt nicht mehr so standsicher seien. Das bestätigte Sylvia Waage ebenfalls: „Das RWE ist berechtigt, seine Leitungen frei zu schneiden, auch wenn das einseitige Beschneiden der Bäume deren Standsicherheit gefährdet.“ Bei Sturm könnten diese Bäume auch schneller umfallen, fügt die Grünflächenamtsleiterin hinzu. Die Stadt habe da keine Einspruchsmöglichkeit. Der sichere Stromfluss habe Vorrang. Petra Seidemann-Matschulla bat, das RWE in diesen Fällen zu einem fachgerechten Baumschnitt aufzufordern. Nach den Angaben Sylvia Waages wird diese Aufforderung wohl im Geräusch der Motorsägen untergehen.