Vorweihnachtszeit : Neues auf dem Weihnachtsmarkt
Rund 25 Buden öffnen am Montag um 17 Uhr ihre Türen. Hütten werden erstmals wochenweise vermietet. Ein erweiteretes Lichtkonzept soll für Stimmung sorgen: Auch die Pflanzkübel strahlen.
Kritik bekommt Peter Stermann nicht gerade selten zu hören. Seit vier Jahren organisiert er bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH den Aufbau des Weihnachtsmarktes auf der Schloßstraße. In diesem Jahr konnte der technische Leiter erst spät so richtig mit der Arbeit loslegen: Im Oktober wurde noch darüber diskutiert, ob der Wochenmarkt den Weihnachtsbuden weichen muss. Dann habe sich auch noch die Aufbauzeit um eine Woche verkürzt, damit auf der Schloßstraße noch länger Obst und Gemüse angeboten werden konnte.
Nun aber ist der Aufbau in vollem Gange – und Peter Stermann versucht schon vor der Eröffnung, die Kritiker zu besänftigen. „Ich höre immer von den Leuten: 1982, als ich noch ein Kind war, war die ganze Schloßstraße voller Stände.” Wegen der verlängerten Öffnungszeiten der Geschäfte sei das heute nicht mehr denkbar. Auch für die Lücken zwischen den einzelnen Buden gibt's eine Erklärung: Ein Zufahrtsweg muss für die Feuerwehr frei bleiben. Und ein Vergleich mit dem Essener Weihnachtsmarkt sei schon wegen der Größe der Städte nicht angebracht. Auch was das Angebot betreffe, solle man realistisch sein. „Etwa 15 bis 20 Prozent sind Händler”, sagt Stermann, „mehr gibt der Markt nicht her.”
Hütten werden wochenweise vermietet
Nun aber zu den Neuerungen. Erstmals werden in diesem Winter die Hütten wochenweise vermietet, auf voraussichtlich 26 Stände kommen 34 Händler. Wieder dabei ist auch das zweite Kinderkarussell, das viele Eltern in den letzten Jahren vermisst hätten. Mehrere „Deko-Inseln” sollen den Raum zwischen den Buden verschönern, eine ist zum Beispiel Walt-Disney-Figuren gewidmet. Ansonsten sei alles „konservativ und klassisch”, unterstreicht Bernd Westhoff von der MST. Und, was Peter Stermann besonders am Herzen liegt: „Schmuddelecken wird es nicht geben.”
Dafür aber ein erweitertes Lichtkonzept. Auch die neuen Pflanzkübel werden illuminiert. „Das wird eine wunderschöne Achse geben”, glaubt MST-Chefin Inge Kammerichs. 200 000 Glühlämpchen sollen die Schloßstraße ins weihnachtliche Licht rücken, 45 000 Weihnachtskugeln an den Bäumen baumeln. Aus den Lautsprechern tönt eine „einheitliche Beschallung”.
Am Montag, 23. November, geht's los: Um 17 Uhr wird Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld die 14 Meter hohe Tanne am Synagogenplatz erleuchten. Die Buden haben dann täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.
Auch für den Einzelhandel soll der Weihnachtsmarkt ein Gewinn sein. City-Manager Dennis Fischer verspricht den Mülheimern ein buntes Programm zum verkaufsoffenen Sonntag am Nikolaus-Tag. Zu Gast ist unter anderem ein Eisskulpturenbauer.












