45 Unternehmen wollen den Geschäftsflughafen
18.03.2009 | 13:46 Uhr 2009-03-18T13:46:00+0100
Mülheim. 45 Unternehmen aus dem Ruhrgebiet haben in einer Umfrage der Metropole Ruhr GmbH den Wunsch geäußert, vom Flughafen Essen/Mülheim aus zu fliegen. 19 von ihnen stehen zu den Business-Airport-Plänen auch mit ihren Namen.
45 Unternehmen aus dem Ruhrgebiet haben in einer Umfrage der Metropole Ruhr GmbH den Wunsch geäußert, vom Flughafen Essen/Mülheim aus zu fliegen.
Unter ihnen sind große Konzerne und mittelständische Firmen. So erklärt Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub nach Angaben der Wirtschaftsförderer, dass seine Manager den Flughafen häufiger nutzen würde, sollten dort Düsenjets wetterunabhängig operieren könnten. Ähnlich äußert sich RWE-Boss Jürgen Grossmann, der das „private Fluggerät” des Energieriesen häufiger auf den Ruhrhöhen starten lassen will, sollte das Düsenverbot aufgehoben werden.
Zwei Meinungen, die nach Ansicht von IHK-Präsident Dirk Grünewald repräsentativ für die Unternehmerschaft im Revier seien: „Die Kammer steht mit Mann und Frau hinter dieser sinnvollen Lösung.” Der Präsident ist überzeugt, dass das Geschäftsflughafen-Konzept eine „sinnvolle Symbiose aus allen Interessenlagen” sei – auch der Anwohner.
Bereits im Herbst war das Klophaus-Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, Essen/Mülheim sei der optimale Business-Airport-Standort für das Ruhrgebiet, der 400 neue Arbeitsplätze schaffen und ökonomische Impulse für die Region aussenden könne. Flughafen-Gegner indes sprachen von einem „Gefälligkeits-Gutachten”.
Gestern nun meldeten sich drei Unternehmer zu Wort, die selbst fliegen und die Essen/Mülheim künftig intensiver nutzen wollen. Axel Witte ist Geschäftsführer der Essener RST Hansa GmbH. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beschäftigt 100 Mitarbeiter. „Um schnell von A nach B zu kommen, haben wir uns einen Hubschrauber angeschafft. Diese Investition spart uns 14 Tage pro Jahr.”
Die Ruhrhöhen, argumentiert Witte, seinen „unverzichtbar für das Ruhrgebiet”. Zumal Privatflieger an internationalen Flughäfen nicht willkommen seien. Der Essener: „In Düsseldorf will man uns nicht.”
Thorsten Harke im- und exportiert pharmazeutische Produkte in der ganzen Welt. Für seine Synthapharm-Gruppe, die an der Xantener Straße sitzt, arbeiten über 100 Leute. „Wir müssen auch entlegene Gegenden erreichen, wo keine Linie hinfliegt”, meint Harke. Wenn er im Cockpit einer gecharterten Maschine in Düsseldorf startet, müsse er sich in eine lange Schlange einreihen und warten. „Manchmal bekommt man gar keine Startgenehmigung”, erzählt der Synthapharm-Chef.
Argumente, die Hanns-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Metropole Ruhr GmbH, nun verstärkt in die Öffentlichkeit tragen will. „Das Thema Geschäftsflughafen dringt nicht durch”, moniert der Ruhrgebiets-Wirtschaftsförderer. Er habe die Beobachtung gemacht, dass Politiker im kleinen Kreis „ganz anders reden” als vor Publikum – „weil es nicht in die Stimmung passt”.
Doch letztlich müssen Land, Essen und Mülheim entscheidung, ob die Düse zugelassen wird.
Den Flughafen wollen nutzen:
Thyssen Krupp; Mannesmann Europipe; RWE; Medion AG; Mannesmannröhren-Werke; Harke Group; Tengelmann Warenhandelgesellschaft KG; Novum Gemeinschaftspraxis für Fortpflanzungen; RST Hansa GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; Grillo-Werke Aktiengesellschaft; DIAHG Deutsche Giesserei- u. Industrie-Holding AG; Sondermann Rechtsanwälte; TMD Friction EsCo GmbH; Voith Küsel GmbH & Co. KG; Westmontage Kabel u. Netzwerk GmbH; ifm electronic; Tecmar; Schiffmann Netztechnik; ISAM AG.

07:31
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:28
Kein Luxus?
Ein Start von diesen Strahlern benötigt 5000 Liter Kerosin.
Wann kommen die Herren Politiker entlich mal dazu die F.J. Strauss-Mini-Flugbenzinsteuer abzuschaffen!!! Diese Mini-Amigo-Steuer gehört weg.
Aus dieser Treibstoff sollte wie jeder andere besteuert werden. Wenn nicht sogar verdoppelt werden. Aber so Typen wie Grossmann und Geschäftführer von Medion haben bestimmt schon Schlupflöcher gefunden.
16:22
Es kommt schon einmal vor, dass das Netz nicht reagiert und ein Beitrag zweimal abgeschickt wird. Doch der (nicht angemeldete) MH_Bürger postet gleich dreimal und zusätzlich unter dem Namen Flughafenanwohner. Das macht seine Aussagen auch nicht glaubhaft.
Ich habe das Gutachten gesehen, das dreimal nach-gebessert wurde, bis es den Düsenfreunden genehm war. Jedes mal wurde der Lärmkegel der Jets ein wenig kleiner. Tatsächlich sind die Jets die einzigen, die durch Lautstärke auffallen (neben systembedingt den Nostalgiefliegern und einer Kunstflugmaschine). Es ist aber etwas dran, an den Flüster-Jets. Alle anderen Düsenmaschinen sind lauter. Mit einer allgemeinen Genehmigung zum Geschäftsflug, wäre Mülheim auch offen gewesen für alte Donner-Jets. Der Düsenflüg fällt auch deshalb nicht auf, weil es nur einen Start und eine Landung pro Tag gibt. Wären es mehr, gäb es auch mehr Proteste.
Das mit der IHK ist auch eine Frechheit. Es wurden zwar 45 Unternehmen gefragt, es waren aber nur 19 für den Flughafen. Vor allem welche Unternehmen sprechen sich pro Flughafen aus? Na, ja Tengelmann. Das kann noch neutral gesehen werden, obwohl ein Einfluss auf die Stadt durchaus gegeben ist. Doch das RWE mischt sich quasi in alles ein, was in MH politisch entschieden wird. So gesehen haben wir ein Feudalsystem, wo ein Unternehmen sowohl die IHK als auch den Rat der Stadt dominiert.
Zusammenfassend kann man sagen, wir Vorstand und Management des großen Energieversorgers haben entschieden, der Flughafen müsse sein. Obwohl bei den letzten Wahlen alle(!) pro-Flughafen-Parteien deutlich verloren und je lauter der Protest dagegen gewannen, wurde der Ausbau weiter gefordert.
Hensen hat es bereits geschrieben. Die Proteste reißen seit 25 Jahren nicht ab. Auch der Gerichtsentscheid war vorhersehbar. Solange der Betrieb in den roten Zahlen ist,muss er sich rechtfertigen. Frei erfundene Arbeitsplätze und solche, die nur vom Steuerzahler finanziert sind, nützen niemand.
20:37
...da hilft übrigens auch kein polemischer Roman Herr Anwohner!
20:27
Gähn!
Jetzt geht das schon wieder los.
Es wird keinen Geschäftsflughafen geben, wann kapieren die das nach 25 Jahren Diskussion eigentlich mal.
Es langweilt!!!
20:21
In den Kommentaren zu den Artikeln in NRZ und WAZ werden werden offenbar bewußt die Auswirkungen vom Düsseldorfer und Mülheimer Flughafen vermischt, um gegen den Mülheimer Flughafen zu polemisieren.
Dass Klassenlehrer angeblich wegen Fluggeräuschen des Mülheimer Flughafens nicht unterrichten können ist eine bewußte Irreführung der Leser.
Ich selbst wohne genau in der Platzrunde und kann nur sagen, dass es sich bei diesen Ausführungen um eine völlige Übertreibung handelt (wie auch sämtliche Lärmgutachten bestätigen).
Das ist ebenso unsinnig wie die Ausführungen, dass man im Sommer mitternachts mit offenem Fenster angeblich nicht schlafen kann wegen das Fluglärms.
Aus diesen Ausführungen erkennt man, dass die Autoren keine Ahnung von der Situation haben und auch nicht von den Geräuschen des Flughafens betroffen sind, sonst wüssten sie, dass nach 22 h der Flughafen Essen-Mülheim geschlossen ist und danach keinerlei Flugbewegungen vom und zum Flughafen mehr statfinden.
Nochmal zur Klarstellung:
1) Moderne, kleine Leicht-Jets sind leiser als die immer schon genehmigten Turboprops. Somit würde es durch moderne Leichtjets, die die alten Turboprops ersetzen, eher zu einer Reduzierung statt zu einer Erhöhung der Lärmbelästigung kommen. Die Flughafengegner handeln also gegen die Interessen der Flughafenanwohner.
Hand aufs Herz: Wer von den Anwohnern hat es überhaupt bemerkt, dass der Flugbetrieb mit Leichtjets längst stattfindet und falls ja, wem sind sie störend aufgefallen? Tatsache ist, dass wohl kaum einer (mich eingeschlossen), diese Flugzeuge wohl je bemerkt hätte, wenn die Flughafengegner sie nicht im Internet entdeckt und danach mit ihrer üblichen Panik-Mache-Propaganda begonnen hätten.
2) Der Düsseldorfer Flughafen ist bekanntlich überlastet und kann in ein paar Jahren Individualflüge nicht mehr abwicklen. Hubschrauberflüge dorthin gehören - abgesehen von den unnötigen Kosten und zusätzlichen Lärmbelastungen - somit eher in das Reich der fixen Ideen.
3) Flughafen Köln:
a) Das klingt sehr nach den St. Florians-Prinzip: Verschon mein Haus zünds andere an...
b) Die Fahrzeit von Mülheim bis zum Köln-Bonner Flughafen in der morgendlichen Rush-Hour, beträgt schnell 1,5 Stunden und mehr. Hin und zurück somit 3 und mehr Stunden, also fast einen halben Arbeitstag!
c) Wollen wir wirklich Mülheimer Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, die wir beide dringend benötigen, nach Köln auslagern?
4) Geschäftsflüge sind kein Luxus. Auch Unternehmen können rechnen. In der Woche kosten Linienflüge zu entlegenen, ausländischen Regionalflughäfen schnell über € 1.000,- pro Person. Schon bei 4 Mitarbeitern ist da ein Individualflug alleine schon von den Ticketkosten günstiger. Dazu kommen die eingesparten Kosten für die Hotelübernachtung und Zeitersparnisse von bis zu ganzen Arbeitstagen (wegen der Notwendigkeit z. T. mehrfachen Umsteigens und fehlender Anschlußflüge)
Techniker für dringende Reparaturarbeiten und/oder Ersatzteile müssen schnell eingeflogen werden. Wegen sehr hoher Ausfallkosten bei stehenden Produktionslinien zählt da jede Stunde. Mit der Linie ist das in solchen Fällen unmöglich. Solche Unternehmen müssten ihre Verkäufe ggf. einstellen und/oder wegziehen in die Nähe von anderen Flughäfen.
5) Thema Subventionen: Der Flughafen darf aufgrund vertraglicher Verpflichtungen in den kommenden Jahren ohenhin nicht geschlossen werden.
Die einzige Möglichkeit, die Subventionen abzubauen ist es also endlich eine sinnvolle Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zuzulassen, zum Nutzen aller. Investitionen sind nicht notwendig. Alle notwendigen Geräte sind in den Flugzeugen bereits vorhanden. Es ist nur ein Federstrich, der uns hunderttausende an Euro einsparen könnte!
6) Die am Flughafen ansässigen und auf den Flughafen angewiesenen Unternehmen zahlten in den abgelaufenen Jahren wie man hört einen zweistelligen Millionenbetrag in Form von Steuern.
Die Stadt Mülheim ist bekanntlich fast zahlungsunfähig und steht kurz vor dem Nothaushalt und der Übernahme der Regierung durch das Land. Sie - und damit wir - ist auf jeden Steuer-Euro und jeden Arbeitsplatz dringend angewiesen!
Es ist unglaublich mit welcher Arroganz, Dekadenz, Ignoranz und Borniertheit hier aus egoistischen Eigeninteressen der obigen Kommentatoren eine Panikmache zur Verunsicherung der Mülheimer Bürger betrieben wird indem apokalyptische Lärm-Horrorszenarien ausgemalt werden, die jeglichen objektiven Sachverständigen-Gutachten widersprechen, zum Schaden der Stadt und ihrer Bürger.
Neben den bereits jetzt exsistierenden Steuereinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe, die durch solch dekadente Bornierheit gefährdet werden, könnten mehrere hundert zusätzliche Arbeitsplätze und weitere Millionen an Steuereinnahmen für die Stadt geschaffen werden. Das haben Gutachter ganz klar und unmißverständlich deutlich gemacht.
Aber das scheint die Flughafengegner nicht einmal zu kratzen. Sämtliche Gutachten sind für diese sowieso nur Gefälligkeitsgutachten, sobald sie Ergebnisse für den Flughafen zeitigen, egal von wem sie erstellt wurden.
Hautpsache sie können am Wochenende gemütlich auf Ihrer Terrasse im Grünen sitzen und ungestört ihren Kaffe schlürfen...
Aber seltsam, am Wochenende fliegen Geschäftsflieger ja gar nicht? Hmmm...
...und der eine Vogel da, der ist ja auch ganz schön laut! Vielleicht sollte man den ja auch noch vertreiben... und die Kinder vom Nachbarn gleich mit... ja und dann auch noch die Manager, die sind ja sowieso an allem Schuld! ...und gleich auch noch deren Unternehmen, die machen ja auch nur Dreck und Krach... und warum nicht gleich auch noch die Autos (natürlich nur die der anderen!), die Motorräder, die Rasenmäher, die Biergärten... und überhaupt die restlichen Bürger der Stadt...
Dann ist - ENDLICH - (Toten)Stille....
08:17
Wenn die politische Intention eines Geschäftsflughafens in der Minderung der Subventionen liegt, weil der Flughafen noch etwas mehr als 20 Jahre einen Bestandsschutz hat, dann müsste logischerweise auch gleichzeitig über die Schließung des Flughafens in 2032? diskutiert werden. Wenn es ums Geld geht dann müsste wie in Essen der Ausstiegsbeschluss her und für die Zwischenzeit müssten Lösungen gefunden werden, die möglichst wenig Kosten verursachen. Warum wird dieses Gesamtpaket nicht in der Mülheimer Politik diskutiert? Wahrscheinlich gibt es wieder ganz andere Interessen und das schürt nicht gerade das Vertrauen von Bürgern in der Flughafenfrage.
23:51
Zu den oben aufgeworfenen Fragen:
1) Investitionen sind für GPS-Approach (Landung bei schlechterem Wetter) nicht erforderlich, die Ausrüstung dafür befindet sich in den Flugzeugen (GPS-System).
2) Der Flughafen darf die kommenden Jahre rechtlich nicht geschlossen werden (vertragliche Verpflichtungen). Somit können die Subventionen nur durch eine sinnvolle Nutzung des Flughafens eingespart werden.
3) Moderne, kleine Leicht-Jets sind leiser als Turboprops, die ohnehin fliegen dürfen, somit ergibt sich eher eine Lärmminderung als -erhöhung für die Anwohner
4) Geschäftsfliegerei ist kein Luxus. Auch Unternehmen können rechnen. Für Linienflugtickets zu entlegeneren, ausländischen Regional-Flughäfen bezahlt man wochentags über € 1.000,- und mehr. Schon ab 4 Geschäftsreisenden sind Flüge mit gemieteten Geschäftsflugzeugen z. T. sogar günstiger als Linienflüge, von eingesparten Übernachtungen und eingesparter Reisezeit (z. T. ganze Arbeitstage durch Umsteigen und fehlende Anschlußflüge) ganz zu schweigen.
17:26
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:53
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.