40.000 Jecken feiern friedlich beim Rosenmontagszug

Beim Rosenmontagszug in der Innenstadt ist in diesem Jahr alles friedlich verlaufen.
Beim Rosenmontagszug in der Innenstadt ist in diesem Jahr alles friedlich verlaufen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der große Rosenmontagszug in der Innenstadt ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Einsatzkräfte und Karnevalisten zogen eine durchweg positive Bilanz.

Mülheim.. 40.000 Jecken und 1000 Aktive haben gestern friedlich und ohne Zwischenfälle gemeinsam rund um den Rosenmontagszug in der Innenstadt gefeiert. „Die allgemeine Stimmung war sehr friedlich, oben vom Wagen aus war überhaupt keine Aggression in der Menge zu spüren“, lobte Zugleiter Ulrich Pütz vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval die Besonnenheit der Mülheimer.

Auch die Polizei teilte mit, sie habe während des Umzuges nicht tätig werden müssen, was sich bis zwei Stunden auch nach dem Zug nicht mehr ändern sollte. Körperliche Auseinandersetzungen seien in diesem Jahr ausgeblieben. Pütz führte dies vor allem auf das funktionierende Sicherheitskonzept zurück und bedankte sich bei den Einsatzleitern für die reibungslose Abstimmung.

Fünf Kinder gingen zwischenzeitlich verloren

Das Deutsche Rote Kreuz hatte während des Zuges drei kleine „Einsätze“. Ein Kind zog sich eine Platzwunde zu, und zwei Karnevalisten klagten über Kreislaufprobleme. Fünf Kinder gingen zwischenzeitlich verloren, konnten aber schnell wieder mit ihren Eltern zusammengebracht werden. DRK-Einsatzleiter Martin Meier sprach von einem „schönen Zug ohne Probleme“.

Tobias Baecker vom Technischen Hilfswerk fasste sich entsprechend kurz: „Es ist alles ruhig verlaufen“. Um 17.25 Uhr gab das THW die Innenstadt wieder für den Verkehr frei.

Dank Sicherheitskonzept alles im Griff

Das Ordnungsamt führte mit der Polizei rund 35 Alkoholkontrollen durch, berichtete Bernd Otto, Leiter des Ordnungsamts. „In fünf Fällen wurde hochprozentiger Alkohol in die Kanalisation geschüttet, zwei Personen erhielten Platzverweise.“ Ansonsten sei alles reibungslos verlaufen, gab Otto scherzend wieder grünes Licht für das nächste Jahr.

Für den Chefkarnevalisten Heiner Jansen auch ein Zeichen, „dass wir dank unseres Sicherheitskonzepts alles im Griff haben“. Im Vorfeld habe er leichte Bedenken und auch Mitgefühl mit den Karnevalisten in Braunschweig gehabt, deren Zug wegen einer Terrorwarnung abgesagt wurde. „Umso glücklicher bin ich, dass alles optimal gelaufen ist.“