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Brandanschläge

22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei

19.09.2011 | 18:51 Uhr
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
Insgesamt sieben Mittelklasse-Wagen wurden Ende 2010/Anfang 2011 in Mülheim angezündet. Einen Zusammenhang zwischen dieser Autobrandserie und den aktuellen Anschlägen – im vergangenen Halbjahr brannten 22 Autos in Mülheim – sieht die Polizei Essen/Mülheim im Augenblick nicht.

Mülheim.22 brennende Autos, ein abgefackelter Roller, weit über 100.000 Euro Sachschaden, null Aufklärung – das ist die traurige Bilanz der polizeilichen Ermittlungen zu mehreren Brandanschlägen in Mülheim im vergangenen Halbjahr.

Von Berliner Verhältnissen – dort wurden 140 Fahrzeuge in diesem Jahr in Brand gesetzt – ist die Ruhrstadt Mülheim zum Glück immer noch weit entfernt, doch pro Einwohner betrachtet, gibt die Zahl zu denken. Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag setzten Unbekannte gegen 3.25 Uhr in Styrum mehrere Autos an der Von-der-Tann-Straße in Brand . Ein platzender Reifen weckte einen Anwohner, als dieser auf die Straße schaute und die brennenden Autos sah, rief er erst die Feuerwehr, dann die Nachbarn aus den Federn. Gemeinsam versuchte man das Feuer zu löschen, um größeren Schaden zu verhindern. Zwei Wochen zuvor zündete jemand in der Nähe einen Roller an. Zwei Fahrzeuge gerieten mit in Brand. Der Schaden: 30.000 Euro.

Angst vor Trittbrettfahrern

Was die Täter dazu antreibt? „Lässt sich nicht so einfach sagen“, meint ein Sprecher der Polizei: Zwischen Zerstörungslust und Rache sind viele Motive denkbar. Ob es in den beiden jüngsten Fällen eine konkrete Spur gibt und wie die Täter genau vorgegangen sind, kann die Polizei aus Ermittlungsgründen nicht sagen, sie steht erst am Anfang. Und man will eines vermeiden: Trittbrettfahrer.

22 Brandanschläge auf Fahrzeuge wurden der Mülheimer Polizei seit Jahresbeginn gemeldet. Einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Vorfällen und einer Autobrandserie, die Mülheim zu Beginn des Jahres heimsuchte , sieht die Polizei im Augenblick nicht: „Damals wurden gezielt vier Fahrzeuge eines bestimmten Typs angezündet“, so die Aussage des Polizeisprechers. Das könne auf ein politisches Motiv hindeuten.

Bereits im Dezember 2010 zündeten Unbekannte in Dümpten und Winkhausen hauptsächlich Mittelklasse-Wagen an. Die Taten geschahen stets in der Nacht zwischen 1.45 Uhr und 4.20 Uhr. Im Fokus standen etwa BMW und Mercedes Benz. Als vier weitere Autos dieser Typen im Januar und Anfang Februar in Holthausen und jeweils zwei an den Grenzen der Nachbarstädte Essen und Oberhausen brannten , gingen die Ermittler von einer Serie derselben Tätergruppe aus. Bis heute, neun Monate später, haben die Ermittler die Brandstifter aber nicht ausfindig machen können. Eine Spur – zwei Männer, die man damals in der Nähe des Tatorts gesehen hatte – brachte kein Ergebnis.

Dennis Vollmer

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Kommentare
20.09.2011
23:12
Blockierter Kommentar.
von Morpheus6666 | #20

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.09.2011
23:10
Von Rache bis Zerstörungslust
von Morpheus6666 | #19

Das machen die Brandstifter sicher weil
sie so zufrieden sind im neoliberalen
Sklavenstaat.

Und wenn das gesammte Eigentum der Oberschicht brennt, interessiert mich das Null
im Gegenteil.

Die Blutsauger entschädigungslos enteignen wäre sinnvoller.
Kommt noch!

Gruß an die Elite !!!

20.09.2011
23:00
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
von Melesigenes | #18

#4 von technikus: Man darf sich nun fragen, ob Sie aus dem rechten Lager stammen oder lediglich bildungsmäßig unterprivilegiert sind (was eigentlich deckungsgleich ist). Wir schauen uns einfach mal den offiziellen Verfassungsschutzbericht der Bundesrepublik an. Danach war 2009 die Zahl von Straftaten mit rechter Motivation mit 18.750 viermal so hoch wie die 4.735 Straftaten mit linker Motivation
Die (aktuell letzten) Zahlen für 2010: Politisch motivierte Kriminalität mit rechtem Hintergrund 16.375, politisch motivierte Kriminalität mit linkem Hintergrund 6.898.

Vielleicht sollte man nebenbei noch erwähnen, dass dem Verfassungsschutzbericht vorgeworfen wird, die Zahl von 47 Menschen, die in Deutschland zwischen 1990 und 2010 durch politisch rechts motivierte Gewalttaten ums Leben gekommen sind, geschönt zu haben. Nach Recherchen der ZEIT und des Berliner Tagesspiegels starben zwischen in diesem Zeitraum insgesamt mindestens 137 Menschen durch rechte Gewalt.

Noch Fragen?

Aber um beim Thema zu bleiben: Ich glaube, dass das Autoanzünden weder etwas mit links noch etwas mit rechts zu tun hat. Es geht allein um Frust, Freude am Zündeln, auf Handyvideo aufnehmen und um Suff.

20.09.2011
17:53
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
von newhunter | #17

Hab selten so dämliche Kommentare gelesen!

20.09.2011
17:15
Von Rache bis Zerstörungslust
von Kikifax | #16

#15 von watzman
Einfache Antwort:
Weil es so ist.
Darauf hätten Sie aber auch selber kommen können.

20.09.2011
16:32
Von Rache bis Zerstörungslust
von watzman | #15

@9, warum stellen die WAZ und andere Medien den Roller und die angeblichen Mittelklasse Wagen so in den Vordergrund ?
Weil es so ist, oder weil es die Medien gerne so hätten ?

20.09.2011
16:03
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
von ellerw1 | #14

watzmann, noch dämlicher gehts wohl nicht? Wenn ich einen erwischen sollte, ist der fällig. Ab und zu läßt es sich nicht vermeiden, das ich mit meiner Kiste neben Nobelkarossen und Mittelklassewagen parken muß. Ich bin auf die Kiste angewiesen, wie jeder andere auch. ICH MUSS NÄMLICH DAMIT ZUR ARBEIT. Wenn meiner in mitleidenschaft gezogen wird habe ich die Telefonnummer von der Polizei aus versehen vergessen.

20.09.2011
15:13
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
von Herby52 | #13

#6 TereseM
Aber nur weil die Deutschen keine Kinder mehr wollen. Karriere und Selbstverwirklichung gehen vor.

20.09.2011
14:58
22 brennende Autos in Mülheim – null Aufklärung durch die Polizei
von Vanagas | #12

Ich tippe auf Versicherungsbetrug .

20.09.2011
14:31
Von Rache bis Zerstörungslust
von xxyz | #11

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass Neid und Lageweile einiger Chaoten für eine politische Tat sprechen sollen.
Wenn es reiche Stadtviertel waren, werden wir wohl bald die Privatisierung der Sicherheit haben. Bei unseren schlechten Aufklärungsraten in NRW wäre das zu begrüßen.

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