2014 mehr Drogendelikte bei Schülern

Im letzten Jahr gab es 13 Rauschgiftdelikte, in die Schüler verwickelt waren. So teilt die Polizei auf NRZ-Anfrage mit. Im Jahr davor waren es sechs Fälle. Auf Landesebene sind im gleichen Zeitraum die Delikte in diesem Bereich um 12,9 Prozent gestiegen. In Mülheim haben sie sich sogar verdoppelt. Im Hinblick auf die Frage, ob sich daraus aber schon ein genereller Trend ablesen lässt, ist die Polizei vorsichtig. Die Mülheimer Zahlen sind nämlich von Jahr zu Jahr stark schwankend. So wurde 2012 etwa kein einziges Delikt registriert, 2011 waren es sieben und 2010 ebenfalls. 13.

Gleichwohl, jeder Fall ist bedenklich, unabhängig von der Gesamtzahl. Die Mehrzahl dieser Delikte im Jugendbereich sind Cannabis-Fälle. auf Landesebene machen sie 45 Prozent aus. Und auch wenn die Debatte um eine Legalisierung, des Cannabis-Konsums immer wieder aufflammt, ist dieser keinesfalls ungefährlich. „Wir sind gegen eine Legalisierung. Das wäre das falsche Signal und würde die Gefahr von Cannabis verharmlosen“, unterstreicht Lothar Fink, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, die die zentrale Drogenberatung in der Stadt verantwortet. „Leider gibt es immer noch eine Romantisierung. Da wird gesagt, ein bisschen kiffen sei nicht schlimm. Und Erwachsene erzählen, sie hätten in ihrer Jugend auch ab und ab an einem Joint gezogen.“ Doch hier werde vergessen, dass ein Joint von heute viel stärker sei als vor zwanzig Jahren. Der THC-Wert, der die Rauschwirkung bemisst, habe sich seither gut verdreifacht.