18.000 haben den Mülheim-Pass

Mit dem MülheimPass gibt es Vergünstigungen.
Mit dem MülheimPass gibt es Vergünstigungen.
Foto: Stadt
Was wir bereits wissen
Mit dieser Rabattkarte unterstützt die Stadt Mülheim einkommensschwache Mitbürger,.

Mülheim.. Die Nachbarstadt Essen hat eine Rabattkarte aufgelegt, mit der einkommensschwache Mitbürger Ermäßigungen erhalten. In Mülheim gibt es diese Einrichtung seit fast 30 Jahren. 1987, bei der Einführung, hieß der Nachweis der Bedürftigkeit noch „Sozialpass“. 2006 einigte man sich auf die neutralere Bezeichnung „Mülheim-Pass: Das ist ein überwiegend in Blau gehaltenes Kärtchen im Scheckkartenformat, mit dem man, ohne sich etwa als Hartz IV- Empfänger „outen“ zu müssen, in Bädern oder der Bibliothek Ermäßigungen bekommt.

Rund 18.000 Mülheimer erhalten den Mülheim-Pass, weiß Thomas Konietzka, stellvertretender Leiter des Sozialamtes. Ob er auch von allen genutzt wird, das weiß die Stadt nicht, das sei jedem überlassen. „Es ist eine Form der Subventionierung“, sagt Konietzka und nennt die Höhe: 720.000 € hat sich die Stadt in 2014 diese Unterstützung Ärmerer durch Verzicht auf Einnahmen kosten lassen.

Vergünstigungen für kommunale Angebote

Den Mülheim-Pass bekommen alle Mülheimer Bezieher von Sozialleistungen, sei es Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Grundsicherung im Alter, auch Wohngeldberechtigte gehören dazu. Und auch Bewohner von Einrichtungen der Eingliederungshilfe wie betreutem Wohnen. Auch Flüchtlinge/Asylbewerber haben Anspruch auf den Mülheim-Pass. Das Sozialamt kennt ja seine Leistungsbezieher und schickt den Mülheim-Pass zum Jahresbeginn automatisch zu. Wer erst später im Jahr Sozialleistungen erhält, wird auf diese Möglichkeit hingewiesen.

Doch auch Haushalte mit niedrigem Einkommen, die keine Sozialleistungen erhalten, können bei kulturellen, sportlichen oder Bildungsangeboten Geld sparen. „Wer bis zu zehn Prozent über den Regelsätzen von sozialen Leistungen liegt, kann den Mülheim-Pass auch bekommen“, erklärt Thomas Konietzka. Die Vergünstigungen beziehen sich überwiegend auf kommunale Angebote, private Anbieter müssten bereit sein, auf einen Teil ihrer Erträge zu verzichten. Mit dem Mülheim-Pass bekommt man zum Beispiel Ermäßigungen für Ferienspiele und -freizeiten, VHS-Kurse werden um 50% begünstigt, der Eintritt ins Kunstmuseum, und auch viele Unterrichtsangebote an der Städtischen Musikschule. Das Theater an der Ruhr gewährt Besuchern mit dem Pass freien Eintritt, allerdings ist das Kontingent dieser Tickets begrenzt.

Eine genaue Übersicht findet sich im „Vergünstigungskatalog“ auf der Internetseite der Stadt unter www.muelheim-ruhr.de. Dort kann man auch die Bedingungen einsehen, die bei der Berechnung, ob eine Berechtigung gegeben ist, vorliegen müssen.