Seit 16 Jahren gibt es die Zentrale Wohnfachstelle beim Sozialamt. Ihr größter Erfolg liegt darin, dass heute wesentlich weniger Menschen die Notunterkünfte in Anspruch nehmen als noch Anfang der 2000er Jahre. So ist heute im Schnitt die Notschlafstelle bei den Männern mit sechs Personen belegt, bei den Frauen sind es zwei bis drei. Früher waren zeitweise bis zu 700 Personen in Notwohnungen untergebracht, die an bis zu zehn Standorten im ganzen Stadtgebiet verteilt waren.

Kooperationen mit SWB und MWB

Unter den Betroffenen waren damals auch viele Familien. Was hat sich geändert? Das Sozialamt schreitet nicht erst dann ein, wenn tatsächlich zwangsgeräumt wird. Ziel ist, es soweit gar nicht erst kommen zu lassen. Es wurden Kooperationen mit den Wohnungsbaugesellschaften SWB und MWB geschlossen. Zeichnet sich bei einem Mieter ab, dass er seine Miete nicht mehr zahlen kann, dann geben die Gesellschaften seine Daten an das Sozialamt weiter. Sozialarbeiter melden sich dann bei dem Betroffenen und bieten Hilfen an. Mal werden Ratenzahlungen vereinbart, unter Umständen kann auch ein Darlehen des Amtes gewährt werden. Oft wird auch die Regelung getroffen, vor allem bei den Beziehern von Sozialleistungen, dass die Miete direkt an den Vermieter überwiesen wird und erst gar nicht auf dem Konto landet. So gerät der Mieter gar nicht erst in die Versuchung, das Geld anderweitig auszugeben.

Die Ursache für Mietschulden liegt häufig darin, dass die Mieter nicht gut haushalten können. Die Kooperation, die bereits mit SWB und MWB besteht, würde die Fachstelle gerne auf private Vermieter ausdehnen. Interessenten können sich gerne melden – unter 0208 455 5402.