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Heimhof-Theater

Mit Feudel und Lappen gegen Staub

16.12.2009 | 19:16 Uhr

Burbach-Würgendorf. Mit diesem Namen muss man auf die Bühne. Doch der junge Werther führt auf den Brettern, die auch im Heimhof-Theater die Welt bedeuten, die Hand nicht, um pathetisch sein Schicksal zu beklagen, Eugen Werthers Rechte führt den Feudel.

Schüler der Realschule Burbach leisten Grundreinigung im Heimhof-Theater auf der Wasserscheide Foto: Uli Geis

Zusammen mit sieben Mitschülern der Burbacher Realschule geht er dem Staub von fast 60 Jahren an den Kragen.

Frederick Herr, Hasan Alpay, Daniel Jakob, Matthias Hensel, Tim Braun und Yannik Neef griffen am Dienstagnachmittag nach dem Unterricht zu Besen, Wischlappen und Reiniger, um Bühne, Foyer und sanitäten Anlagen wieder neuen Glanz zu geben. Denn bei der Wiedereröffnung im April soll sich der Heimhof wieder von seiner schönsten Seite präsentieren.

Langsam nimmt das kleine Theater auf der Wasserscheide Gestalt an. Rund 700 000 Euro wurden in den letzten zwölf Monaten in die Sanierung und Umgestaltung der Wiege des vor vier Jahren zu Grabe getragenen Kulturkreises um die Wasserscheide investiert. Denn das kulturelle Leben auf der Wasserscheide soll ab April weitergehen. Nach knapp zweijähriger Arbeit sollen von hier wieder Impulse für das Dreiländereck ausgehen.

Dank an den Förderverein

Ihren Teil zum Gelingen wollen die Mädchen und Jungen der Film-AG der Realschule beitragen. „Die Mitglieder des Fördervereins für den Erhalt des Theaters haben sich viel Eigenleistung vorgenommen. Wir wollen unseren Teil beitragen”, sagt Lehrer Andreas Stelzig, mit seinem Kollegen Karsten Schley Initiator des Großreinemachens.

Damit gäben die Schüler wieder etwas zurück, erklärt Stelzig, der keinen Hehl daraus macht, dass er die Neunt- und Zehntklässler „zwangsverpflichtet” hat. Weil die Schule keine eigene Aula habe, nutze sie schon seit vielen Jahren. Zudem sei es für die Jugendlichen wichtig, zu erfahren, dass zu dem Komplex Film und Theater mehr gehört als die Arbeit vor und hinter der Kamera oder den Kulissen.

Selbst in der Bauphase durfte die Schule das Theater mit der Vorführung ihres jüngsten Filmprojektes benutzen. „Dafür sind wir dem Förderverein sehr dankbar”, betont Stelzig. Und ehe sich im Frühjahr der Vorhang bei der Wiedereröffnung hebt, treten die Jungen und Mädchen der Realschule am 30. und 31. Januar gemeinsam mit einem Schüler-Ensemble aus Werne mit dem Musical „Der kleine Tag” auf. Allerdings sei zuvor ein zweiter Reinigungseinsatz nötig..

Uli Geis

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