Zwei Verletzte in eisiger Silvesternacht

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Menden..  Brände, Unfälle, eisglatte Straßen und dichter Nebel: Es kam vieles zusammen für die Einsatzkräfte der Feuerwehr in dieser Silvesternacht. Den Anfang machte gegen 22 Uhr ein Feuer im Keller des Hauses Stiftstraße 2, wo es schon vor einigen Wochen gebrannt hatte. Nachdem aus dem stromlos geschalteten Haus eine ältere Dame aus dem Obergeschoss geführt und zum Aufwärmen in ein Einsatzfahrzeug gesetzt worden war, löschte die Wehr den Brand ab. Weil der Keller kein Fenster hat, konnte die Wehr zunächst nicht durchlüften, dafür musste erst ein Absauger herangeschafft werden. Das scheinbar gelöschte Feuer machte sich dann noch einmal bemerkbar und musste erneut erstickt werden. Die Ursache blieb zunächst unklar.

Während dieses Einsatzes kam schon die nächste Meldung herein: Eingeklemmter Fahrer am Kreisel in Oesbern! Auf eisglatter Fahrbahn der Straße Oberoesbern war der junge Mann in seinem Peugeot in den tiefen Graben gerutscht und konnte sich allein nicht mehr aus dem Auto befreien. Er hatte aber noch Glück im Unglück: Als er gerettet war, stellte sich heraus, dass er sich nur leicht verletzt hatte. Mit „Halskrause“ versehen, kam er mit dem Hemeraner Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Wehrleute zogen derweil mit der Winde des Rüstwagens den Peugeot aus dem Graben, um auszuschließen, dass Öl oder Benzin den Bach darunter verunreinigen konnten. Während der Bergung kam auch schon der erste Containerbrand herein, an der Stiftstraße. Ihm sollte in der Nacht eine weitere mutmaßliche Brandstiftung an der Goerdelerstraße folgen.

Verirrte Böller und Brandstiftungen

Der Verschnaufpause zum Jahreswechsel folgten prompt die Böller-Unfälle. Im Mehrfamilienhaus Lahrfeld 30 hatte kurz nach Mitternacht eine verirrte Rakete den Balkon einer älteren Bewohnerin in Brand gesteckt. Ein Zeuge von der Beethovenstraße sah das und reagiert geistesgegenwärtig: Er rief die Feuerwehr, rannte aber auch hinüber und machte Hausbewohner aufmerksam, die ihre Nachbarin herausklingelten und das Feuer ablöschten. Einsatzleiter Albert Lipsch, dessen Kräfte nur noch lüften mussten, war voll des Lobes: „Das haben die Leute ganz hervorragend gemacht!“

An der Sachsenstraße sorgte parallel dazu der Brand einer Holzterrasse für Aufregung. Der Löschzug Mitte, wie die Hauptwache die ganze Nacht im Einsatz, fuhr jetzt durch dicken Nebel über eisglatte Straßen zum Einsatzort. Dort bekämpfte ein Nachbar bereits den Brand, die Wehrleute musste für die nachlöscharbeiten die Terrassentür mit einem Brecheisens aufhebeln, um alle Glutnester ablöschen zu können. Der Nachbar musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.