Zwei Varianten zum Stühlerücken der Schulen
15.11.2011 | 19:03 Uhr 2011-11-15T19:03:00+0100
Menden/Fröndenberg.Es liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch, wie im Schulzentrum Am Gelben Morgen Platz für die neue Gesamtschule geschaffen werden könnte. War bislang davon die Rede, dass die Hauptschule ihr Gebäude räumen und in die Bonifatius-Schule ziehen soll, so bringt die Verwaltung jetzt die Idee ins Spiel, dass die Realschule Menden in das Bonifatius-Gebäude verlegt werden könnte.
Mit beiden Varianten zum Stühlerücken der Schulen berücksichtigt die Verwaltung auch die Bestandsgarantie, die der Schulausschuss vergangene Woche für die Realschule Menden beschlossen hatte. In beiden Fällen ist die Gesamtschule zwar stets im jetzigen Hauptschulgebäude Am Gelben Morgen geplant. Doch die Konsequenzen für andere Schulen unterscheiden sich.
Verlagerung der Hauptschulen: Die Bonifatius-Hauptschule wird ab Schuljahr 2012/2013 aufgelöst, es werden also keine Eingangsklassen mehr gebildet. Die Hauptschule Am Gelben Morgen zieht als gebundene Ganztagshauptschule zum Schuljahresbeginn 2012 in das Gebäude der Bonifatius-Schule. Dies wird ihr Stammsitz. Am Gelben Morgen behält die Hauptschule einen Teilstandort, der spätestens 2014 aufgelöst wird. Die Hauptschule darf sich wegen des Umzuges einen neuen Namen geben. Auch die Hauptschulen Bösperde und Lendringsen werden aufgelöst (2015), Mendens letzte Hauptschule liegt dann am Margueritenweg auf der Platte Heide. Weil dort aber möglicherweise nicht genügend Räume für eine Ganztagshauptschule zur Verfügung stünden, müssten Teile der Bodelschwingh-Grundschule und deren Mensa mitbenutzt werden.
Die Realschulen in Lendringsen und Menden bleiben erhalten mit je maximal drei Zügen. Das Walram-Gymnasium und das Heilig-Geist-Gymnasium fusionieren mittelfristig. Der Standort des daraus entstehenden einzigen städtischen Gymnasiums hängt vom Anmeldeverhalten der Eltern ab.
Verlagerung der Realschule Menden: Die Hauptschule Am Gelben Morgen zieht 2013 in das Gebäude der Realschule Menden. Die Realschule Menden wandert ins Gebäude der Bonifatius-Hauptschule. Die Bonifatiusschule selbst wird wie in Variante 1 aufgelöst. Der Stammsitz der Realschule Menden ist dann am Margueritenweg auf der Platte Heide. Falls nötig, behält sie einen Teilstandort Am Gelben Morgen bis 2013. Auch die Hauptschule Bösperde wird aufgelöst. Je nach Anmeldeverhalten läuft die Hauptschule Lendringsen ebenfalls aus oder wird ins jetzige Gebäude der Realschule Menden verlagert – an der Windthorststraße gäbe es dann die letzte Hauptschule der Stadt.
Auch diese Variante geht von der mittelfristigen Fusion der städtischen Gymnasien aus. So lange werden sie je drei- oder zweizügig geführt, das Anmeldeverhalten soll entscheiden.
Welche Variante zum Tragen kommen wird, soll am 22. November der Schulausschuss beraten. In der selben Sitzung steht auch der Errichtungsbeschluss der Gesamtschule auf der Tagesordnung. Wie zu erwarten, schlägt die Stadtverwaltung eine vierzügige Ganztagsgesamtschule vor, die in der Sekundarstufe II zweizügig werden soll. Von den Nachbarstädten haben sich bereits Neuenrade und Iserlohn zu den Plänen geäußert und keine Einwände angeführt. Aus Fröndenberg und Wickede standen Stellungnahmen gestern noch aus.
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