Zwei Süße und eine Hemeranerin vor Amtsgericht

Foto: Mike Röser
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Menden..  Sie war alkoholisiert, überquerte bei Rot die Ampel, doch zunächst war sie auf die beiden Polizeibeamten, die sie anhielten, ganz gut zu sprechen und fragte: „Was wollt ihr Süßen denn von mir?“ Angeklagt wurde die Hemeranerin trotzdem: fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr.

Ob sie schon an der ersten Kreuzung das Rotlicht der Ampel ignorierte, konnten die Beamten nicht bezeugen. Der eindeutige Rotverstoß folgte während der „flotten Weiterfahrt“, wie sie die Fahrweise der 44-Jährigen beschrieben. Sie musste anhalten. So angenehm, wie der Gesprächsbeginn war, blieb die Situation nicht: Ein erster Atemalkoholtest ergab 1,0 Promille. Auf der Wache musste die Frau für die Blutprobe auf dem Stuhl fixiert werden, begann zu treten, wollte beißen und äußerte Suizidabsichten.

Geldstrafe für Angeklagte

Ein Blick in den aktuellen Auszug aus dem Bundeszentralregister zeigte Richter Festersen drei Einträge: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, fahrlässige Körperverletzung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Urteil nun: 30 Tagessätze zu je zehn Euro, die Fahrerlaubnis wird für sieben Monate entzogen, ihr Führerschein eingezogen.