Zusatz-Ampel für Iserlohner Landstraße?

Die vielbefahrene Iserlohner Landstraße (B 7) macht Fußgängern das Überqueren schwer. Eine Kontaktampel im Bereich Obsthof-Bushaltestelle/Eco könnte Abhilfe schaffen.
Die vielbefahrene Iserlohner Landstraße (B 7) macht Fußgängern das Überqueren schwer. Eine Kontaktampel im Bereich Obsthof-Bushaltestelle/Eco könnte Abhilfe schaffen.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Es ist Stress pur für viele Mendener Fußgänger. Häufig dauert es mehrere Minuten, eine Lücke zu erwischen, um die vielbefahrene Iserlohner Landstraße (B 7) an der Verkehrsinsel zu überqueren. Eine Ampel im Bereich Obsthof-Bushaltestelle/Eco auf der anderen Seite könnte eine Lösung sein. Die Stadt hat das jüngst dem zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW mitgeteilt. Doch dürfen Mendener auf die so lang ersehnte zusätzliche Ampel hoffen?

Seit vielen Jahren gab es immer wieder Vorstöße von Bürgern, wonach das Überqueren der Iserlohner Landstraße erleichtert werden soll. Insbesondere von Anwohnern des Obsthofes, die weite Wege zur Ampelanlage an der B 7/Abfahrt Westtangente zurückliegen müssen, um sicher die andere Straßenseite zu erreichen.

Zum Fürsprecher geworden

Was bislang unmöglich schien, könnte jetzt zum Handeln seitens der Landesbehörde führen. Die Eltern eines sehbehinderten Jungen, die im Obsthof-Bereich wohnen, haben sich an die Mendener Politik gewandt. Und die reagiert mangels eigener Zuständigkeit mit dem Maximal möglichen Beschluss: Sie machte sich zum Fürsprecher der Eltern und bat Straßen NRW inständig, sich des Problems anzunehmen. „Das ist jetzt auch geschehen“, so der städtische Verkehrsexperte Andreas Nolte auf WP-Nachfrage.

Stadt und Landesbehörde sind im Moment dabei, eine umfangreiche Datenerhebung in die Wege zu leiten. Denn eine Ampel (Kontaktampel) im B 7-Bereich könnte erhebliche Auswirkungen auf Verkehrsströme haben. Doch wie gravierend dürften die sein? Andreas Nolte: „Es gibt eine Fülle von Faktoren, die wir berücksichtigen müssen. Aber ich sehe uns in der Sache auf einem guten Weg.“

Erste Datenerhebung

Die Stadt hat zwar keine direkten Erfahrungswerte, kann aber für die Gesamtbetrachtung Daten einfließen lassen, die sie erst vor wenigen Monaten mit große Aufwand selbst erhoben hat. Da ging es um eine erhebliche Erweiterung des Netto-Marktes an der Iserlohner Landstraße und die Auswirkungen auf den Verkehr. Ergebnis: Selbst ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen führt am B 7-Ortseingang nicht zu größeren Problemen mit abfließendem Verkehr, der vom Discounter zur Iserlohner Landstraße einbiegen will.

Zusätzlicher Discounter-Verkehr und dazu eine weitere Ampel dürften im Gesamtpaket noch einmal eine andere Hausnummer sein. Warum Menden hoffen darf: In vergleichbaren Fällen hat der Landesbetrieb vor vornherein größte Bedenken geäußert und nicht mal Untersuchungen gewollt.