Zusammen, was zusammengehört

Hohenheide..  Fast 90 Jahre wurden die Baupläne der 1925 errichteten Herz-Jesu-Kirche getrennt aufbewahrt – jetzt, im Jahr des 90. Jubiläums, kam auch in Hohenheide zusammen, was zusammengehört. Ein Blatt fand sich im Haus von Wolfgang Schumacher, dessen Frau eine geborene Demmer ist und damit Nachfahrin der damaligen Grundstücksstifter. Das Gegenstück bewahrte Heinrich Gräbe auf, dessen Onkel der Architekt war. Das alles war auch bekannt, doch wollte Ortsheimatpfleger Freddy Gnass die Pläne der Außenarchitektur und des Innenausbaus zum 90-Jährigen der Grundsteinlegung zusammenführen. Jetzt sind zumindest die Kopien gemeinsam unter Glas: „Das war eine Heidenarbeit“, berichtet Wolfgang Schumacher beim Treffen aller Beteiligten, zu denen auch Georg Klein, Pfarrer Paul Mandelkow und selbstverständlich der 86-jährige Heinrich Gräbe gehören. Galt es doch, ein haltbares Papier zu finden, das die Pläne möglichst lange schadlos bewahren kann.

Heinrich Gräbe kennt noch aus eigenem Erleben viele Geschichten zur Geschichte der kleinen Kirche, die laut Pfarrer Mandelkow bis heute offiziell als Kapelle geführt wird. Die Hohenheider waren es damals leid, zum Gottesdienst nach Bausenhagen oder Fröndenberg zu pilgern: „Der Weg war lang, die Winter damals noch streng, und viele, die zur Messe und später zur Andacht wollten, mussten zweimal los“, erzählt Gräbe. Also wurde die Kapelle errichtet – erstmal als Schwarzbau, und wegen Geldmangels mit Unterbrechungen. Doch die Hohenheider schafften es, ihre Kapelle mit Pfeilern zu versehen und sie damit zur Kirche zu machen. Gräbe weiß indes noch mehr: „Es gab Entwürfe für einen größeren Bau.“ Auch die will Gnass baldmöglichst sehen.