Wortwahl verletzt Gefühle

Kreuztracht..  Sehr geehrter Herr Kruschinski, Ihre Wortwahl zum Thema Kreuztracht, es sei eine „folkloristische Veranstaltung“, finde ich pietätlos, und sie verletzt die Gefühle der Christen und auch Andersgläubiger, die seit 1684 den Weg über den Kapellenberg gehen. Die Menschen, die freiwillig das Kreuz tragen, haben sicherlich Gründe, warum sie es tun. Es wäre ja gemütlicher, die Zeit vor dem Fernseher zu verbringen.


Unklug und dumm finde ich es, die Kreuztracht mit Karneval oder der Pfingstkirmes zu vergleichen. Die Texte, die ich dieses Jahr während der Kreuztracht hörte, sind Denkanstöße, die zu Engagement und Nächstenliebe aufrufen. Menschen, die das praktizieren, brauchen unsere Stadt und das Land dringend.


Eine verordnete Teilnahme der Ratsmitglieder an bestimmten Veranstaltungen finde ich überflüssig, aber Respekt und Achtung vor christlichen Ritualen und Ritualen Andersgläubiger finde ich äußerst wichtig. Dieser Grundsatz gilt für uns alle und auch für Sie, Herr Kruschinski, als SPD-Mitglied.


Viktoria Lück, Menden

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE