Wohltäter schenkt Stadt 100 000 Euro

Kolumbarium in Süddeutschland: Modell für Limbegr-Friedhof? Menden.
Kolumbarium in Süddeutschland: Modell für Limbegr-Friedhof? Menden.
Foto: WP

Menden..  In vielen Kommunen und Kirchengemeinden werden auf Friedhöfen keine Kolumbarien für Bestattungen errichtet, weil es an Geld mangelt. Solche Sorgen hat Menden ausnahmsweise mal nicht. Aber eine andere: Kann man einfach 100 000 Euro eines anonymen Wohltäters annehmen, der dafür ein Kolumbarium auf dem Limberg-Friedhof errichtet sehen möchte?

„Eine ganz tolle Idee, dafür sind wir sehr dankbar“, äußerte sich gestern Stadtsprecher Bardtke auf Nachfrage der WP. Die Stadt könne jedoch ein solches Geschenk nicht ohne Weiteres annehmen. Bardtke: „Der Limberg-Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung. Da sind auch Satzungsfragen im Spiel.“ Auch müsse die Politik beteiligt werden.

Der Mendener Wohltäter, dem die WP absolute Anonymität zusichern musste, war tief berührt, als er neulich in Süddeutschland ein Kolumbarium vorfand (Foto): „So etwas möchte ich meiner Heimatstadt schenken“, ahnte er jedoch nicht, dass es durchaus nicht einfach sein kann, das Projekt umzusetzen.

In Menden gibt es auf den evangelischen Friedhöfen Hahnenbusch und Wietholz in Bösperde Kolumbarien. Deren Nischen sind zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen geeignet. St. Marien kämpft seit Jahren um ein Kolumbarium.