Wissen als Radfahrer aufgefrischt

Linksabbiegen mit Gegenverkehr:
Linksabbiegen mit Gegenverkehr:
Foto: WP

Menden..  In der 4. Klasse der Grundschule hat wohl jedes Kind mal die Fahrradprüfung abgelegt. Wie aber steht es wenig später, in der 6. Klasse der weiterführenden Schule, um das Wissen? Eine Auffrischung tut gut. Vor allem, wenn der praktische Teil nicht in einem ruhigen Wohngebiet, sondern im wuseligen Innenstadtverkehr stattfindet. Gestern legten zwei Klassen des Walram-Gymnasiums ihre Fahrradprüfung ab.

Die Walram-Schüler hatten bereits am Dienstag den ersten Teil absolviert, wie Alina Orlich, Klassenlehrerin der 6 b berichtete, gestern folgte der zweite. Auch im Unterricht wurde das Thema behandelt. „Die Zusammenarbeit funktioniert hier seit vielen Jahren sehr gut“, lobt Polizeioberkommissar Peter Griwalski. Der Verkehrssicherheitsberater in der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizei verdeutlicht, dass das theoretische Wissen und die praktische Erprobung für die Schüler immens wichtig sind: „Zehn- bis 14-Jährige gehören zur gefährdetsten Unfallgruppe.“ Woran das liegt? „Sie sind dann in einem Alter, in dem sie weitere Strecken fahren und sich dabei bisweilen überschätzen.“

Der überwiegende Teil der Räder, mit denen die Mädchen und Jungen zur Schule kamen, war verkehrssicher. „Meist wird die Prüfung zum Anlass genommen, das Fahrrad zu Hause in einen verkehrssicheren Zustand zu setzen“, erläutert Peter Griwalski. Auch Helme hatten die Kinder dabei. Für den Notfall hätte die Schule auch zwei Fahrräder „in Reserve“ gehabt, die die Sechstklässler hätten nutzen können.

Geübt wurden die verschiedensten Situationen, in die Radfahrer im Straßenverkehr geraten. Peter Griwalski gibt den WP-Lesern Tipps, was sie selbst mit ihren (Enkel-)Kindern beim Fahrradfahren als Auffrischung üben können:

Immer mit den Fehlern anderer rechnen.

Während der Fahrt Verkehrszeichen bewusst wahrnehmen und darauf reagieren.

An Sichtlinien heranfahren, um selbst besser zu sehen und auch gesehen zu werden.

Deutlich umschauen, um den rückwärtigen Verkehrsraum einzusehen.

Eigentlich banal, wird aber oft falsch gemacht: Im ersten Gang anfahren. „Die Fahrräder der Kinder haben oft viele Gänge, aber sie können nicht damit umgehen“, hat Peter Griwalski beobachtet.