Winterpause an Baustelle fällt aus
25.11.2011 | 18:04 Uhr 2011-11-25T18:04:00+0100
Menden.Die Sicherungsarbeiten an der Hangrutschbaustelle an der Unnaer Landstraße werden nun doch ohne Winterpause fortgesetzt. Die Umleitung bleibt damit ebenfalls den Winter über bestehen.
Michael Neumann vom Landesbetrieb Straßen NRW gab den Verzicht auf die Winterpause gestern auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt. Der Projektleiter der Hangsicherung hofft, dass die Baustelle ohne Winterpause möglicherweise früher beendet werden kann und auch Kosten gespart werden können.
Bei Baubeginn hatte der Landesbetrieb noch eine dreimonatige Baustellenpause für den Winter angekündigt – vor allem, um die Umleitungsstrecke zu entlasten, wenn die Hangsicherung witterungsbedingt ohnehin stocken könnte.
Nach Ansicht von Straßen.NRW und Stadtverwaltung Menden funktioniere die Umleitung nun aber überraschend gut und werde auch von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert. Neumann: „Chaotische Zustände blieben aus. Da haben wir uns gefragt, ob wir die Winterpause überhaupt noch brauchen“. Einhellige Antwort: nein.
Hinzu kommt die Tatsache, dass die Statik am Hang noch nicht so weit gesichert ist, dass die Unnaer Landstraße komplett für den Verkehr freigegeben werden kann. Der so genannte Kopfbalken fehlt. Dieses Betonwerk hält die Bohrpfähle und Anker zusammen. Es kann auch nur bei frostfreiem Wetter betoniert werden. „Wir wollen die Straße aber ungern halbfertig freigeben“, erläutert der Projektleiter.
Neumann plant nun, durcharbeiten zu lassen, solange es die Witterung zulässt, und bei Bedarf nur kurz zu pausieren. Das allein spare rund zwei Wochen Zeit, weil die Straßensperrungen nicht für eine mehrmonatige Pause abgebaut und nach der Pause wieder aufgebaut werden müssen. „Wenn wir Glück haben, gibt es keinen strengen Winter.“ Dann werde die Baumaßnahme auch kostengünstiger.
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