Wildes Kleben soll ein Ende haben
13.10.2010 | 19:00 Uhr 2010-10-13T19:00:00+0200
Menden.Die Wild-Plakatierung in Menden soll ab sofort ein Ende haben. Seit dem 1. Oktober gilt der Vertrag der Stadt mit der Firma Städtewerbung Schnelle. Von jetzt an dürfen Veranstalter – die Stadt, Vereine und Gruppen sowie kommerzielle Anbieter – ihre Plakate nur noch in den vorgesehenen Rahmen präsentieren.
50 Rahmen hängen bereits im gesamten Mendener Stadtgebiet. Vor- und Rückseite können mit Plakaten bestückt werden, das heißt, bislang ist Raum für 100 Plakate. „In Menden besteht allerdings ein reges Interesse“, sagt Prokurist Werner Schnelle. Er war gemeinsam mit Veranstaltern noch gestern in Menden unterwegs, um sich weitere Standorte für die Plakatrahmen anzusehen. Sollte die Nachfrage groß genug sein, so könnte das Kontingent noch vor Weihnachten aufgestockt werden.
Die Hälfte der Plakate, also 50, wird der Stadt zur Verfügung gestellt, die andere Hälfte kommerziellen Veranstaltern. Für Vereine ist das Plakatieren weiterhin kostenlos, sie können sich an die Verwaltung wenden und dürfen einen Teil des Stadtkontingents nutzen. Wer als Verein darüber hinaus plakatieren möchte, bekommt ein Angebot des Unternehmens: 20 Plakate, die 14 Tage lang hängen, kosten laut Firmenangabe 86,80 Euro netto.
Vereine, aber auch die kommerziellen Veranstalter haben mit dem Auf- und Abhängen der Plakate keine Arbeit. Sie liefern ihre Plakate, im DIN-A-1- oder DIN-A-2-Format, an einem Standort ab. Die Firma Schnelle erledigt das Anbringen und sammelt die Ankündigungen nach Fristablauf auch wieder ein.
Die Verwaltung erhofft sich von der Regelung ein schöneres, aufgeräumteres Stadtbild. Zuvor hatte das Ordnungsamt genehmigt, dass pro Veranstaltung 40 Plakate aufgehängt werden durften, zuletzt hatten die Veranstalter diese Genehmigung auf bis zu 120 Plakate pro Termin ausgereizt.
Und was ist, wenn Veranstalter sich künftig nicht an die Regelung halten? Nicht genehmigte Plakatierungen an privaten Flächen, die an Verkehrsflächen grenzen, entfernt das Unternehmen Schnelle. Die Erfahrung – seit fünf Jahren arbeitet Werner Schnelle mit Stadtverwaltungen zusammen – habe aber gezeigt, dass Unterlassungsklagen nicht nötig seien.
Der Vertrag mit dem Unternehmen, den der Stadtrat im Juni genehmigt hatte, gilt zunächst für ein Jahr. Sollte sich das Projekt bewähren, wird die Zusammenarbeit verlängert.
Mendener Veranstalter sind geteilter Meinung über die neue Regelung. Sebastian Schulze vom Tiefenrausch sieht die neuen Plakatrahmen positiv: „Das ist prinzipiell für das Stadtbild super und gleichzeitig ist für mich der Arbeitsaufwand weniger geworden. Die Plakatrahmen sind die beste Lösung für alle Beteiligten.“ Wilfried Kickermann vom Phono-Forum sieht die Rahmen kritisch: „Sie fallen nicht so auf wie die alten, hängen zu hoch.“ Die Plakatierungskosten seien für Veranstalter in einigen Bereichen um das Siebenfache gestiegen: „Die Möglichkeit, Veranstaltungen zu bewerben, ist durch die neuen Rahmen erheblich beschnitten worden.“
16:26
Zitat:
Was wenn ich in auf meinem Grundstück natürlich im gebührenden Abstand zur öffentlichen Verkehrsfläche eine Werbetafel aufstelle, von der Straße aus gut sichtbar? Darf die Firma Schnelle dann einfach mein Grundstück betreten und das Plakat entfernen?
Wäre interessant, zu wissen, wie in diesem Fall die Rechtslage ist!
Privatgrund ist nun mal eben PRIVAT und nicht öffentlicher Raum!
20:49
Dann kann das Ordnungsamt ja jetzt für Ordnung bei den Burgerbratern sorgen, damit sich deren Müll nicht mehr im Stadtgebiet verteilt...
Irgendwie gruselig...
20:38
Vor der Firma Schnelle ist größte Vorsicht geboten! Die plakatieren ausschließlich nachts, stehen mit lfd. Motor nachts vor der Tür und lassen die Türen knallen!
Da kann man nur umgehend eine Anzeige erstatten!
16:25
Und was ist in Wahlkampf - Zeiten, halten sich die Parteien auch daran?
10:52
In Menden geht der Weg von der Marktwirtschaft zur Planwirtschaft. Alle Macht der Firma Schnelle aus Paderborn. So wird der Wettbewerb ausgeschlossen und einer Firma jede Möglichkeit gegeben den Markt willkürlich zu beherrschen. Frau Schramm vom Ordnungsamt hatte da die alte kostengünstigere Plakatierungsgenehmigung jahrelang besser im Griff. Das war natürlich mit Arbeit verbunden. Die überlässt man jetzt einer teuren nicht ortsansässigen Firma aus Paderborn , ist ja auch viel erholsamer. Da müssten doch im Rathaus Kapazitäten freigeworden sein. Oder hat man sich damit die Mittagspause verlängert.
10:21
Was wenn ich in auf meinem Grundstück natürlich im gebührenden Abstand zur öffentlichen Verkehrsfläche eine Werbetafel aufstelle, von der Straße aus gut sichtbar? Darf die Firma Schnelle dann einfach mein Grundstück betreten und das Plakat entfernen?
08:21
Aha?
Werbung auf PRIVATGELÄNDE an Straßen darf entfernt werden von der Firma SWS?
Hausfriedensbruch?
50 Plakate für ganz Menden? Selbst das doppelte reicht nicht aus... und 90€ für 20 Plakate... aha aha! :D
Gar nicht schlecht... ich gründe auch so ein Unternehmen und biete es der Stadt günstiger an nächstes Jahr! :)