Wieder Note sechs für CDU-Abgeordnete

Das Internetportal Abgeordnetenwatch hat Bundestagsabgeordnete bewertet.
Das Internetportal Abgeordnetenwatch hat Bundestagsabgeordnete bewertet.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Erneut wurde die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser von dem Internetportal Abgeordnetenwatch mit der Note sechs bewertet. Die Abgeordnete hält die Note für ungerechtfertigt. SPD-Kollegin erhielt wieder die Bestnote.

Menden..  Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser setzt sich erneut gegen das Internetportal Abgeordnetenwatch zur Wehr. Die Plattform hatte die Christdemokratin öffentlich mit der „Note sechs“ abgestraft. Sie halte das für unredlich, betont Voßbeck-Kayser. Hauptgrund für die Note ist, dass Voßbeck-Kayser auf dem Portal keine Bürgerfragen beantwortet hatte.

Voßbeck-Kayser unterstellt den Betreibern der kommerziellen Plattform Geschäftemacherei. „Im Vorfeld der Bundestagswahl erhielt ich eine E-Mail, in der ich aufgefordert wurde, das ungefragt von der Plattform eingerichtete Profil meiner Person für 179 Euro durch Zusatzfunktionen aufzuhübschen“, sagt Voßbeck-Kayser. „Ich empfinde dies als unsittlich. Mit Demokratie macht man keine Kasse.“

Die Seite Abgeordnetenwatch wurde vor elf Jahren gegründet. Die Macher wollen über das Portal die Arbeit der Abgeordneten in Berlin transparenter darstellen. Besucher der Seite erfahren auf einen Blick, wie ihr Abgeordneter bei Entscheidungen im Bundestag gestimmt hat und was er für Nebentätigkeiten ausübt. Besucher können öffentlich Fragen stellen. Die Seite heimste den internationalen „Preis für Demokratie“ ein und wurden für den Grimme-Online- Award nominiert.

Während sich die heimische CDU-Abgeordnete ärgert, freut sich SPD-Kollegin Dagmar Freitag über „Note eins“. Sie teilte am Freitag per E-Mail mit: „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, die gesamten Eingänge aus meinem Wahlkreis zu beantworten. Jeder, der sich an mich wendet, hat ein Recht auf eine Rückmeldung von mir.“