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Friedhofsgebühren

Werden Begräbnisse teurer?

14.02.2012 | 18:08 Uhr
Werden Begräbnisse teurer?
Friedhof Limberg

Menden.   Beim Sparen gibt es eigentlich gar kein angenehmes Thema, doch diese Diskussion wird besonders schmerzhaft werden: Es geht um eine teils erhebliche Erhöhung der Friedhofsgebühren.

Beim Sparen gibt es für die Mendener Kommunalpolitiker eigentlich gar kein angenehmes Thema, doch diese Diskussion wird besonders schmerzhaft werden: Es geht um eine teils erhebliche Erhöhung der Friedhofsgebühren. In der Spitze könnte sich die Grabstättengebühr für Urnenwahlgräber versiebenfachen.

Der Auftrag des Stadtrates an die Verwaltung war deutlich. Der Haushaltsposten „Friedhöfe“ schließt Jahr um Jahr mit einem Defizit ab. Das soll sich ändern. Zielvorgabe ist eine Senkung des Defizits um 50 000 Euro pro Jahr.

Auf diese Summe hat die Stadtverwaltung nun hingerechnet und ein Gebührenmodell vorgelegt, über das als erstes der zuständige Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung beraten soll (22. Februar, 17 Uhr, Ratssaal).

Im Kern sieht der Entwurf vor allem eine Erhöhung der Gebühren für Urnengräber vor. Kostet die Grabstättengebühr für ein Urnenreihengrab bislang 202 Euro, so schlägt die Verwaltung nun 722 Euro vor. Die Gebühr für Urnenwahlgräber soll von 90 auf 621 Euro steigen, die für Reihenerdgräber von 750 auf 1 206 Euro, und anonyme Erdbestattungen kalkuliert das Konzept mit 1 206 Euro (bisher 750 Euro).

Weil Gebühren im Gegensatz zu Steuern kostendeckend berechnet werden müssen, hat die Verwaltung für ihren Entwurf den Unterhaltungsaufwand für den Waldfriedhof und den Friedhof Lendringsen neu kalkuliert. Bisher floss der Pflegeaufwand für die Friedhofswege nicht in die Grabgebühren ein. Der neue Entwurf legt die Kosten erstmals auf die Zahl der erwarteten Bestattungen um.

Parallel schlägt die Stadtverwaltung vor, die Pflegestandards zu reduzieren und derart weitere Kosten zu sparen. Das vorgelegte Konzept sieht vor, weniger Grünabfallcontainer auf den Friedhöfen aufzustellen – fünf am Waldfriedhof, ein bis zwei auf dem Friedhof Lendringsen.

Außerdem könnte beim Wegebau preiswerteres Material verwendet werden, und die Stadt könnte sich von den Hecken in Lendringsen trennen, damit der Heckenschnitt zweimal pro Jahr entfallen kann.

Thorsten Bottin

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Kommentare
16.02.2012
08:17
Umsonst ist der Tod...
von h_grabowski | #1

Das war einmal...Selbst nach dem Tod bleibt man nicht vor den Aasgeiern verschont.
Was kostet eine halbwegs anständige Beerdigung inzwischen mit allen Nebenkosten? 10.000 Euro?
Jetzt muß ich schon ein Zielsparen für meine Beerdigung einrichten.
Wenn ich Kinder hätte, würde es mich belasten, denen so hohe Kosten aufzuladen, nur um mich unter die Erde zu bringen...Gott sei dank habe ich keine, da kann es mir egal sein, wer die Zeche zahlt.

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