Das aktuelle Wetter Menden 19°C
Feuer

Wer kam beim Brand im Holzpavillon in Meden ums Leben?

09.07.2012 | 16:25 Uhr
Wer kam beim Brand im Holzpavillon in Meden ums Leben?
In diesem ausgebrannten Unterstand in Menden-Lendringsen wurde eine Leiche entdeckt. Die Identität der Leiche und die Brandursache sind noch unklar. Foto: Pia Maranca

Menden.   Einen grausigen Fund macht die Feuerwehr bei den Löscharbeiten eines Holzunterstandes in Menden: In dem runtergebrannten Pavillon fanden die Einsatzkräfte eine Leiche. Um wen es sich handelt und warum der Holzunterstand in Flammen aufging, ist bislang noch unklar.

Welch ein tragisches Wochenende: Nachdem am späten Freitagabend eine 72-jährige Mendenerin bei einem Brand in ihrer Wohnung gestorben war, gab es Sonntagnacht einen weiteren Feuertoten. In dem Holzunterstand der Evangelischen Kirchengemeinde an der Hönnetalstraße in Lendringsen kam ein Mensch ums Leben. Von dem Pavillon ist nur noch das Holzgerippe übrig. Ob es sich bei dem Toten um einen Mann oder eine Frau handelt und was zu dem Feuer geführt hat – darüber herrscht bislang Unklarheit.

„Meine Frau hat zufällig um halb zwei in der Nacht aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass es lichterloh brannte“, erklärt Pfarrer Matthias Hoffmann. Er alarmierte die Feuerwehr und rannte zum Brandort. „Die Flammen waren aber so heiß, dass ich nicht näher als drei bis vier Meter herankonnte.“ Zudem ahnte zunächst niemand, dass sich eine Person in dem Holzunterstand befand. „Erst als der Pavillon fast runtergebrannt war, wurde der Tote entdeckt“, erzählt Matthias Hoffmann.

Leiche bei Nachlöscharbeiten gefunden

Wie die Feuerwehr berichtet, stand der Pavillon beim Eintreffen der Wehr „von den Grundmauern bis zum Dach bereits im Vollbrand“. Die Einsatzkräfte konnten nur von Außen löschen, von Innen waren Löscharbeiten „wegen der enormen Hitze und der Einsturzgefahr“ nicht möglich. Bei den Nachlöscharbeiten machte die Feuerwehr dann den grausigen Fund und entdeckte den Leichnam in den Trümmern.

Rätselraten herrschte gestern darüber, wer die tote Person ist und wodurch der Brand ausgelöst worden war. Eher selten, so erklärte Matthias Hoffmann, haben Obdachlose in dem Holzunterstand – auch „Garten Eden“ genannt – übernachtet . Als er am Vorabend mit seinen Hunden spazieren gegangen sei, habe er keine Stimmen aus dem Unterstand gehört: „Manchmal wird dort gefeiert, das war Sonntagabend aber nicht der Fall.“ Den „Garten Eden“ hatte die Evangelische Kirchengemeinde Lendringsen 2006 gezielt für sozial benachteiligte Menschen geplant, die in dem wetterfesten Mini-Häuschen tagsüber einen Unterschlupf finden sollten.

Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor

Ein Brandsachverständiger, Brandermittler der Polizei und die Staatsanwältin Dr. Sandra Müller-Steinhauer waren vor Ort. Wie Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski berichtete, wurden Brandstelle und Leiche beschlagnahmt. Aufschluss über die Identität des Leichnams erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft von einer Obduktion, die nun stattfinden soll. Dietmar Boronowski erklärt: „Bei einer Brandleiche ist eine Obduktion allerdings relativ schwierig.“ Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei nicht vor.

Corinna Schutzeichel


Kommentare
Aus dem Ressort
Erneut ziehen heftige Gewitter durch NRW
Unwetter
Mal heiß, dann wieder nass: Der Sommer bleibt unbeständig. Auch am Dienstag ergossen sich heftige Starkregen an Rhein und Ruhr. Für den Raum Aachen galt die höchste Warnstufe. Ab Mittwoch ist die Unwettergefahr aber erst einmal gebannt.
Dieler eröffnet neue Standorte
Einkaufen
Wann das alte Kaufhaus Dieler abgerissen wird und der Neubau des Einkaufszentrums Nordwall startet, ist noch unklar. Das Kaufhaus Dieler ist bereits ausgezogen. Gestern eröffneten die beiden neuen Standorte.
Zwei junge Hunde in Menden vergiftet
Drama
In Menden sind zwei Hunde mutmaßlich vergiftet worden, einer ringt mit dem Tod. Der oder die Täter sind unbekannt, auch um welches Gift es sich handelte, ist nicht klar. Die Hunde gehören einer alleinerziehenden Mutter mit sieben Kindern.
Züge könnten mit Tempo 60 durch das Oesetal fahren
Bahnverkehr
Die Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung der Oesetalbahn geht davon aus, dass Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern auf der Trasse verkehren könnten. Die Strecke würde wie bisher auch eingleisig bleiben.
Stadt Menden sucht mit viel Aufwand nach Auszubildenden
Ausbildung
Ein Job im öffentlichen Dienst ist eine ziemlich sichere Sache - zumal, wenn man verbeamtet wird. Die Stadt Menden hat dennoch Probleme, geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze in der Verwaltung zu finden. Nun wird sogar per Video gesucht.
Fotos und Videos
Festzug der St. Hubertus Schützen
Bildgalerie
Schützenfest
Das Fußball-Wochenende
Bildgalerie
Fußball
Festzug der Ruhrtal-Schützen
Bildgalerie
Schützenfest
Handball vom Wochenende
Bildgalerie
Handball