Wenn die Argumente ausgehen

Wenn den städtischen Vertretern vor dem Kadi in Leipzig in einer offen geführten Diskussion die Argumente ausgehen, gehört das in den Bericht – und in den Kommentar. Das gilt umso mehr, als es um ein Grundsatzurteil ging, das jetzt viele Städte viel Geld kostet.


Die Stadt Menden erklärt jetzt, nur für sich selbst Klarheit und Wahrheit gesucht zu haben. Klar war aber, dass sie in einer Grundsatzfrage vor einem Bundesgericht stand, also für andere mitkämpfte und -verlor, die jetzt ebenfalls kräftig bluten müssen.


Die Frage, warum dann der Hausjuristin, der niemand einen Vorwurf macht, kein mit höchsten Instanzen und deren Rechtsgebieten vertrauter Kollege zur Seite gestellt wurde, stellt sich angesichts von Ablauf und Ausgang dieser Verhandlung von selbst.


Es ist Recht und Pflicht von Journalisten, so etwas zu bewerten, und das ist geschehen. Dass die Kritik dem Bürgermeister als dem Beklagten, der mit fliegenden Fahnen unterging, nicht gefällt, liegt in der Natur der Sache.
Aber damit können wir leben.