Wenn der Postmann einfach mal nicht klingelt
02.08.2010 | 18:02 Uhr 2010-08-02T18:02:00+0200
Menden. Ebbe in den Briefzentren der Deutschen Post, Ebbe in vielen Mendener Briefkästen. Beim Ex-Staats-Zusteller herrscht während der Sommerferien Saure-Gurken-Zeit. Noch nicht einmal Werbung landet zu Wochenbeginn auf Mendens Küchentischen. Viele Postboten feiern zudem ihre Überstunden ab.
So mancher Mendener mag sich schon gefragt haben, ob gerade zum Start in die Woche niemand mehr an ihn denkt. Kaum Briefe, kaum Postkarten, keine Werbung, aber, zum Glück und zum Trost, auch keine Rechnungen. Doch keine Sorge: Die Deutsche Post gibt Entwarnung.
„Wir wissen einfach nicht, was wir in den Ferien am Montag zustellen sollen“, erklärt Post-Sprecher Rainer Ernzer und fügt hinzu: „Das ist in Menden und Umgebung so, aber auch im Rest der Republik.“
Briefaufkommen sinkt immer während der Urlaubszeit
Während der Urlaubszeit sinke das Briefaufkommen traditionell, heißt es bei der Post. Die Leistungsversprechen ‘Einwurf plus einen Tag’ bei vollbezahlten Briefen und ‘Einwurf plus vier Tage’ bei Werbesendungen, will der größte deutsche Zusteller weiter einhalten. „Zwischen dem 31. Mai und dem 23. August werden die Sendeströme aber so gesteuert, dass möglichst wenige Werbesendungen montags zugestellt werden. 85 Prozent unserer Kunden sind nun mal gewerbliche Kunden“ so Rainer Ernzer.
Ohnehin sei der Montag mit etwa zehn Prozent der wöchentlichen Sendungsmenge der verkehrsschwächste Tag. Wer aber samstags einen Brief einwirft, soll weiterhin sicher sein können, dass dieser am Montagmorgen auch im Briefkasten des Empfängers landet. Werbung hingegen wird während der Ferien in konzentrierter Form samstags oder dienstags zugestellt.
Und weil die Deutsche Post auch im Märkischen Kreis derzeit über das Wochenende so wenig zu tun hat, bauen die meisten Postboten der Region ihre Überstunden ab. „Wir haben Zustellbezirke zusammengelegt, deshalb bleiben manche Boten einfach mal daheim“, so Sprecher Ernzer. Im Jahr 2009 blieb deshalb auch die Hälfte der Postboten im Märkischen Kreis während der Ferien zu Hause.
10:55
Montags ist bei uns im Viertel grundsätzlich der Briefkasten leer - nicht nur in den Ferien.
10:48
Die Arbeitsqualität der Aushilfen, die während der Ferien von der Post beschäftigt werden, kann man jeden Tag feststellen.
Da werden Briefe oder Päckchen gar nicht mehr zugestellt, sondern man findet nur noch eine Benachrichtigungskarte, dass man sich das Päckchen am nächsten Tag bei der Post abholen kann. Und das, obwohl man zu Hause war...
Oder es werden Briefe eingeworfen von früheren Mitmietern, die seit über einem Jahr weggezogen sind und deren Namen seither auch nicht mehr am Briefasten stehen...
Man bekommt halt nur die Qualität, die bezahlt wird.
Wobei ich gegen unseren Stammpostboten überhaupt nichts gesagt haben will, bei dem klappt das nämlich ganz problemlos. Nur die Aushilfen oder Vertretungen sind eine Katastrophe.