Weniger Angebote im Treff Bösperde

Menden..  Der Rückgang der Besucherzahlen im Kinder-, Teenie- und Jugendtreff Bösperde war nach Meinung von Ingrid Ketzscher, jugendpolitische Sprecherin der Grünen, vorauszusehen. Weniger Angebote, weniger Öffnungstage – das sei ein politischer Beschluss gewesen, mit dem im Bereich Kinder und Jugend Finanzmittel, insbesondere für Personal, eingespart werden sollte. Ketzscher: „Dieser Sparpaketsbeschluss fiel ohne Grüne Zustimmung.“

Kein Rückschluss auf Bedarf

Besucherrückgang ist aus Sicht der Grünen eine Folge der Angebotsausdünnung. Aus diesem Besucherrückgang könne nicht abgeleitet werden, dass sich der Bedarf der Jugendlichen an Offenen Jugendangeboten reduziert oder verlagert habe. „Dies könnte seriös nur dann gefolgert werden, wenn sich an den Rahmenbedingungen, wie die sachliche und personelle Ausstattung, nichts geändert hätte und die Jugendlichen ausblieben“, so Ingrid Ketzscher.

Sie fragt: Wie würden sich die Besucherzahlen wohl entwickeln, wenn die Politik dem Treff die Personalausstattung aus dem Jahr 2009 wieder zugestehen würde? „Für den Stadtteiltreff Bösperde standen 66 Fachkraftstunden zur Verfügung – gegenüber heutigen 39 Stunden.“ Die Grünen sind sicher: „Könnten die Mitarbeiter mit diesem Personalstandard ihre Angebote an gleichberechtigter Teilhabe und interkultureller Verständigung ausrichten, also Angebote für alle Kinder und Jugendlichen im Stadtteil bereithalten, ob mit ausländischen Wurzeln, ob mit Behinderungen, ob aus armen Familien oder reichen: Der Treff Bösperde würde Besucher gewinnen.“