Weige mahnt Fleige zu mehr Gelassenheit

Menden..  Im Streit um die Würdigung von OBO in der industriegeschichtlichen Stadt-Ausstellung „Iron Men“ stellt sich FDP-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Stefan Weige vor seine in die Kritik geratene Fraktionskollegin Marion Trippe. Bürgermeister Volker Fleige habe sich „zum wiederholten Male“ genötigt gesehen, ein Ratsmitglied zu ermahnen. Trippe sei aufgefallen, dass dem größten Unternehmen am Ort „kein oder besser so gut wie kein Raum eingeräumt“ worden sei, nur einen Dübel und einen Aschenbecher habe man vorweisen können. Nachdem dies auch an den Inhaber des betroffenen Unternehmens gelangt sei, habe es offensichtlich „eine Reihe von Missverständnissen“ gegeben. Fleige habe Trippe dann schriftlich Unverantwortlichkeit und Unfähigkeit vorgehalten, „ja, er weist Sie sogar an, Ihre Meinung – als Ratsmitglied – entsprechend zu korrigieren!“ Trippe habe das Schreiben noch gar nicht erhalten, nur die Fraktionsvorsitzenden per Mail.

„Kein Kontakt wegen Hausverbots“

Weige: „Es erscheint schon seltsam, dass der Bürgermeister nicht selbst mit dem betroffenen Unternehmer in Kontakt trat.“ Und: „Ach, das geht ja gar nicht: Er hat ja seit Jahren aufgrund seines Verhaltens dort Hausverbot! Hat eigentlich der Rat jemals bei der Vielzahl an Übertritten des Bürgermeisters ein Schreiben an ihn gerichtet um ihn zu ermahnen? Hat er nicht! Gründe hätte es indes ausreichend gegeben.“ Würde Fleige so gelassen mit solchen Situationen umgehen wie der Rat mit ihm, „es wäre besser für alle“.