Was wäre, wenn Romeo und Julia überlebt hätten

„Es war die Lerche“ ist der Titel des Theaterstückes von Ephraim Kishon aus dem Jahr 1974, das die Mendener Schaubühne im TAZ zeigt.
„Es war die Lerche“ ist der Titel des Theaterstückes von Ephraim Kishon aus dem Jahr 1974, das die Mendener Schaubühne im TAZ zeigt.
Foto: privat

Menden..  Die Mendener Schaubühne meldet sich nach den Karnevalstagen mit ihrer aktuellen Inszenierung zurück. „Es war die Lerche“ ist der Titel des Theaterstückes von Ephraim Kishon aus dem Jahr 1974, mit dem die Mendener Schaubühne am Freitag, 20. Februar, im Theater am Ziegelbrand (TAZ) an den Start geht. Kishon erzählt in dieser humorvollen musikalischen Komödie die Geschichte von Romeo und Julia, unter der Annahme, dass sie ihren Doppelselbstmord überlebt hätten.

Aus der Inhaltsangabe: „Man trifft sie als Paar nach 30 langen Ehejahren wieder, arm wie Kirchenmäuse, ständig zerstritten und mit ihrer hochpubertären Tochter Lucretia geplagt. Julia leidet unter der Armut der Familie, die ihr nicht einmal ein Dienstmädchen gönnt und beklagt sich bei Pater Lorenzo über ihr unbefriedigendes Eheleben mit dem impotenten Romeo. Romeo selbst schwelgt immer wieder in Erinnerungen an die glücklichen Zeiten der Vergangenheit. Er hofft auf eine Erbschaft durch den Tod seiner Schwiegermutter und will die Amme überreden, dem Tod etwas nachzuhelfen. Shakespeare selber rotiert in seinem Grab wie ein Ventilator wegen der eigenmächtigen Entwicklung seines Dramas und macht sich auf nach Verona, um sein Liebespaar wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Aber Romeo und Julia denken nicht daran, sich nach ihm zu richten, zumal sie bezweifeln, dass Shakespeare wirklich ihr Schöpfer ist. Allein Lucretia bezirzt Shakespeare und reißt mit ihm aus.“

Nadine Maier erstmals auf Bühne

Die Mendener Schaubühne zeigt aus ihrem bekannten Schauspielerteam Johanna Roefs-Harlinghausen als Amme, Rudolf Maier als Shakespeare, Werner Innig als Romeo und Zlata Dahmen als Julia. Zum ersten Mal auf der Bühne steht Nadine Maier in der Rolle der Lucretia und zum ersten Mal auf der Bühne des TAZ Frank Steinhage, der vor allem im Hochsauerlandkreis als Comedian bekannt ist, als Pater Lorenzo.

Der Musik im Stück hat sich Werner Innig angenommen. Inspiriert von der italienischen „musica leggera“ hat er Liedtexte mit Melodien unterlegt, die im Halbplayback oder auch live mit Gitarre oder Laute begleitet gesungen werden.

Für die Regie verpflichtete die Mendener Schaubühne die Choreographin, Regisseurin und Tanzpädagogin Anke Lux, der Oliver Schmelzenburg assistiert. Anke Lux steht für Musiktheaterproduktion und Regiearbeiten auf hohem Niveau.

Die Vorstellungen im TAZ finden statt am 20. und 21. Februar, am 6., 7., 20. und 21. März, am 10., 11., 24. und 25. April und am 8. und 9. Mai, jeweils ab 20 Uhr.