Warnung vor Engelstrompete - giftige Pflanzen können Unruhe auslösen

Die schöne Engelstrompete ist eine Giftpflanze.
Die schöne Engelstrompete ist eine Giftpflanze.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Blüten der Engelstrompete können Unruhe, Halluzinationen, und sogar komatöse Zustände auslösen. Einige Symptome treten bereits auf, wenn lediglich ihr Duft eingeatmet wird. Die Heilpraktikerin Martina Hohmann rät deshalb, die Pflanze der Jahres 2012 nicht in umittelbarer Nähe des Fensters stehen zu lassen.

Menden.. Sie trägt schöne Blüten, kann aber Symptome wie Unruhe und Alpträume auslösen. Die Heilpraktikerin Martina Hohmann will andere Mendener vor der Engelstrompete warnen. „Wenn ich als gesunder Erwachsener schon Symptome habe, dann reagieren Kinder und Ältere sicher noch stärker darauf“, sagt sie.

Martina Hohmann hat zwei Büsche der Engelstrompete auf ihrer Terrasse stehen gehabt. Darüber befindet sich ihr Schlafzimmer, dessen Fenster geöffnet waren. „Ich hatte am Morgen einen trockenen Mund, eine geschwollene Zunge“, sagt sie. „Diese Symptome waren weg, als ich das Zimmer gewechselt habe.“ In diesem Jahr blühten die Pflanzen wohl besonders intensiv. Die Heilpraktikerin hat einige Informationen über die Pflanze zusammengestellt.

Die Engelstrompete ist Pflanze des Jahres 2012

„Die Engelstrompete und die Pflanze Coffea Arabicum sind in der Pflanzenwelt mit ihren Arzneibildern die Pflanzen des Jahres 2012. Die Engelstrompete (Datura Stramonium oder Stechapfel) ist eine immergrüne krautige Pflanze, ungefähr einen Meter hoch und in den gemäßigten Regionen Europas, Asiens und Nordamerika überall verbreitet.

Datura wurde früher in Gärten gepflanzt, sie galt als Abwehr gegen Maulwürfe. Die Pflanze ist äußerst giftig und hat viele volkstümliche Namen, die auf die Giftigkeit hinweisen, wie Engelstrompete, Teufelskraut oder Giftapfel. Die Kelten bestrichen damit ihre Pfeilspitzen.

Symptome wie Verwirrtheit und Halluzination

1801 isolierte ein Chemiker Alkaloide, die auf das parasympathische Nervensystem wirken. Der Kontakt mit der Pflanze kann Herzrasen, Verringerung oder vermehrte Ausscheidungen von Sekretionen, trockene, rissige Lippen, geschwollene Zunge und Schluckbeschwerden auslösen. Es kann zu Unruhe, Verwirrtheit und Halluzinationen, Schlafstörungen, Albträumen und sogar komatöse Zustände kommen.

In der Dämmerung öffnet die Pflanze ihre Blüten und schließt sie wieder am Vormittag, diese verströmen einen Duft, der in wenigen Metern Abstand Symptome beim Menschen auslösen kann. Wenn Kinder im Haushalt wohnen, sollte man Abstand dazu nehmen, sich diese Pflanze in den Garten zu stellen. Der Duft der Pflanze strömt auch in Räume mit geöffneten Fenstern und kann auch hier Symptome auslösen.“