Warf ehemaliger Mitarbeiter Unterlagen auf die A1?
07.10.2011 | 19:17 Uhr 2011-10-07T19:17:00+0200
Menden. Die Schulleiterin des Mendener Placida-Viel-Kollegs hat die vertraulichen Unterlagen, die vergangene Woche auf der A1 gefunden wurden, aufgesammelt. Es deutet alles daraufhin, dass ein ehemaliger Mitarbeiter für diese Datenpanne verantwortlich ist.
Zu retten war nichts mehr. Gabriele Petry, Schulleiterin des Mendener Placida-Viel-Kollegs, und Kerstin Kocura, Stellvertreterin, sammelten Donnerstag an der A 1 die Unterlagen auf, die dort niemals hätten liegen dürfen. Ein Passant hatte zahlreiche Dokumente aus dem Kolleg an der A 1 bei Münster entdeckt und die Öffentlichkeit informiert . Nun deutet alles daraufhin, dass ein ehemaliger Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin die Unterlagen an sich genommen hatte. Seitens des Schulträgers und der Schulleitung hieß es gegenüber der WP: „Die Anzeige gegen Unbekannt hat sich stark konkretisiert.“ Die Obere Schulaufsichtsbehörde sei informiert.
Verstoß gegen den Datenschutz
Bei den Dokumenten habe es sich vor allem um Unterrichtsmaterialien, aber auch um zwei Prüfungslisten, Praktikumsbeurteilungen von Auszubildenden und Klausuren aus den Jahren 2006 bis 2008 gehandelt. Es seien jedoch keinesfalls Dokumente wie Zeugnisse oder Urkunden nach außen gelangt, so Gabriele Petry und Kerstin Kocura.
In der Erklärung hieß es überdies: „Natürlich war die nicht fachgerechte Entsorgung ein Verstoß gegen den Datenschutz. Da sind wir sehr sensibel. Deshalb haben wir uns sofort mit Nachdruck um die Klärung bemüht und Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstattet“, so der Geschäftsführer der SMMP-Einrichtungen und Dienste, Ludger Dabrock.
Dabrock weiter: „Die Mitarbeiter der Privatschule unterliegen wie alle anderen an Schulen in NRW tätigen Lehrkräfte den einschlägigen Bestimmungen zum Datenschutz. Das ist den Lehrkräften am Kolleg bekannt und wird auch in den Arbeitsverträgen geregelt.“
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