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Gericht

Vorwurf: Kinderpornographie vertrieben

29.08.2014 | 07:00 Uhr

Menden. Wie mag es dem hochgebildeten Mendener Ingenieur in den vergangenen Monaten ergangen sein? Tag um Tag sind die Gedanken an die Anklage hochgekommen. Demnach soll er zwischen dem 14. April und 23. Mai 2010 von seinem Computer aus kinderpornografische Fotos und Videos verbreitet haben. Und das in besonders harten Varianten. Der Mann hatte stets die Vorwürfe bestritten und saß gestern tief berührt bereits fast zwei Stunden lang auf der Anklagebank, bevor er sich erstmals selbst äußern durfte.

„Ich wäre in der Lage gewesen, alle Spuren zu verwischen, wenn es überhaupt welche gegeben hätte“, hieß es seinerseits fast anklagend Richtung Gericht und Staatsanwaltschaft. Denn beruflich hatte er mehr als 20 Jahre in Firmen die Softwareabteilungen betreut und im IT-Bereich enormes Wissen angehäuft. Er betonte: „Ich zeige Ihnen hier gern, wie ein Fernzugriff auf einen Computer funktioniert.“

Der Mendener Karsten Zimmer, einer der renommiertesten Internet-Forensiker im Lande, stützte den Angeklagten ausdrücklich mit einem umfangreichen Gutachten. Mit Blick auf die Staatsanwaltschaft wurde auch Strafrichter Jung nach fast dreistündiger Verhandlung sichtlich ungehalten . „Wir haben es hier mit einer ungeheuer schwachen Beweislage zu tun.“ Folge: Das Hauptverfahren ist ausgesetzt. Zudem gab es ein klares Signal von Gericht und Verteidiger Noll: Das Verfahren soll eingestellt werden.

Heinz-Jürgen Czerwinski

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Vorwurf: Kinderpornographie vertrieben
Vorwurf: Kinderpornographie vertrieben
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2014-08-29 07:00
Menden