Vor Gericht: 29-Jähriger baute 28 Cannabispflanzen an

Hanf-Pflanzen (Cannabis)  in einem Garten.
Hanf-Pflanzen (Cannabis) in einem Garten.
Foto: dpa

Menden..  Er hatte die Pflanzen selbst aus Samen gezogen, sie unter Leuchten wachsen lassen und die Umgebung mit Temperatur- und Feuchtigkeitsmessern überprüft: Gestern stand ein 29-jähriger Mendener wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Schöffengericht. Bei einer Hausdurchsuchung hatten Polizisten 28 Cannabispflanzen und das Aufzuchtmaterial gefunden.

Das Gericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Martin Jung verurteilte den Mendener zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten. Außerdem muss er 150 Sozialstunden leisten. Die Punkte der Anklage seien „richtig“ ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger Andreas Trode ausrichten. Die Pflanzen mit Namen wie „Laughing Buddha (Lachender Buddha)“ und „Chronic Thunder (chronischer Donner)“ habe er auf seinem Balkon und im Keller aufgezogen. Dort entdeckten dann auch Polizeibeamte die Drogen und das Zubehör zur Aufzucht. Warum er Cannabis gezüchtet hatte und wofür er das geerntete Marihuana nutzen wollte, dazu machte der Mendener keine Angaben.

Der Wirkstoff der Pflanzen war nicht sehr hoch, das ergab ein späteres Gutachten: Er lag knapp über der Verbrechensschwelle des Paragrafen im Betäubungsmittelgesetz. Strafmildernd legte das Gericht das Geständnis des jungen Mannes aus. Und: Vorbestraft ist er nicht. Richter Martin Jung verurteilte ihn zu den sieben Monaten Bewährung.