Von Grünen nicht gegängelt

Diskussion Landesjagdgesetz-Novellierung. Da hat es doch tatsächlich eine Partei, die sich lobenswert für Umwelt, Natur und Tierschutz einsetzt, gewagt, die heimischen Jäger zu kritisieren. Und die schlagen daraufhin um sich, als gäbe es kein Morgen. Durch ihre beleidigenden Angriffe auf eine demokratische Partei deklassieren sie sich selbst.

Ich gebe Herrn Salmen und Frau Ketzscher völlig recht: Den Grünen vorzuwerfen, praxisfremde Ideologie als Politik zu betreiben, ist unverschämt und zeugt einmal mehr davon, dass sich der Hegering arrogant über alle vernünftigen Argumente für die längst überfällige Reform des Jagdgesetzes hinwegsetzt. Man will nicht einsehen, dass in einem demokratischen System ein Gesetz, das seit über 75 Jahren nahezu unverändert besteht und für großes Tierleid sorgt, dem geltenden Tierschutz dringend angepasst werden muss, wie bereits in einigen Bundesländern schon geschehen.

Ein völlig veraltetes Gesetz bestehen zu lassen, nur damit eine Minderheit ohne Einschränkung ihrem grausamen Hobby nachgehen kann, widerspräche jeder Rechtsstaatlichkeit. Es geht hier nicht nach der Regel „Alle Macht den Jägern“, es geht um das, was die Mehrheit der Bevölkerung verlangt. Und in diesem System fühlt man sich von den Grünen gewiss nicht gegängelt, sondern hier hat diese Partei einen konstruktiven Part.