Viele Staus, aber kaum Unfälle

Hier ist Vorsicht angesagt: Lastwagen begegnen sich am Freitagmorgen auf dem Oesberner Weg.
Hier ist Vorsicht angesagt: Lastwagen begegnen sich am Freitagmorgen auf dem Oesberner Weg.
Foto: Thorsten Bottin

Menden..  Schneefall im Winter ist nichts Ungewöhnliches. Genau so haben die Autofahrer gestern auf die weiße Pracht auf den Straßen reagiert. Langsam fahren und durch. Bis auf zwei glättebedingte Blechschäden und kleinere Staus hinter liegengebliebenen Lastwagen verlief der Wintereinbruch am Freitag auf Mendens Straßen unspektakulär.

Der festgefahrene Lastwagen am Schwitterknapp sorgte im morgendlichen Berufsverkehr allerdings für den größten Stau. Er war am Morgen in Höhe der Hausnummer 104 stecken geblieben. Polizeibeamte mussten den Verkehr regeln, gegen 10.30 Uhr lief es laut Polizei-Pressesprecher Marcel Vormann aber wieder.

Besonders rutschig war es am Morgen wohl in Halingen. Auf der Bertingloher Straße landete gegen 9.30 Uhr ein Auto im Graben. Es musste vom Abschleppdienst herausgezogen werden. Dort und an der Werringser Straße kam es außerdem zu zwei kleineren Unfällen mit Sachschaden. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Ab 5 Uhr wurde geräumt

Wegen des angesagten Schneefalls waren die Räum-Mannschaften des Baubetriebs schon früher unterwegs als üblich, nämlich ab 5 Uhr. Da gab es allerdings noch nicht viel für sie zu tun. Der Schneefall setzte erst nach sieben Uhr ein – pünktlich zum Berufsverkehr sozusagen. Acht Räumlastwagen und zwei Räumtraktoren des Baubetriebs waren dann bis 11 Uhr unterwegs. „Was zu erledigen war, ist schwarz“, beschrieb MBB-Betriebsleiter Martin Neuhaus am Mittag den Räumerfolg. Soll heißen: Die Straßen der Kategorie A, also Hauptverkehrsstraßen und gefährliche Streckenabschnitte, waren vom Schnee befreit oder gestreut. Allerdings mussten die Räumteams einzelne Straßen bis zu drei Mal befahren, weil sie ruckzuck wieder zugeschneit waren. Und in Einzelfällen blieben die Streuwagen selber im schneebedingten Stau stecken – beispielsweise am Heimkerweg, wo sich zwei Busse im Begegnungsverkehr verkeilt hatten.

Außerhalb der geschlossenen Siedlungen von Menden machten die Räumwagen des Landesbetriebs Straßen NRW ihre Arbeit. Pressesprecher Martin Overmeyer zufolge hat die Straßenmeisterei Iserlohn 320 Kilometer Landstraßen zu betreuen. Auch er sagte: „Bis 7 Uhr war die Welt noch in Ordnung“. In den Stunden danach fuhren die Räumwagen ihre üblichen Touren und verteilten dabei 60 Tonnen Streusalz auf den Fahrbahnen. „Am Wochenende sind wir weiter in Bereitschaft“, kündigte Overmeyer an.

Im Busverkehr führten die matschigen und glatten Straßen zu Verspätungen. Jochen Sulies als Pressesprecher der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) verzeichnete für Menden aber keine Totalausfälle von Linienfahrten.