Viele Prozessionen im Sonnenschein

Messdiener an der Spitze der Hauptprozession.
Messdiener an der Spitze der Hauptprozession.
Foto: WP

Menden..  Den Verantwortlichen um Kreuzmeister Markus Ellert und Michael Schlotmann, aber auch Polizei, Feuerwehr und DRK fiel spätestens nach Ende der großen Mendener Kreuztracht ein Stein vom Herzen: „Alles ist komplikations verlaufen“, hieß es übereinstimmend gegenüber der WP. Und mehr noch: Das Großereignis war in reichem Maße vom Wetter begünstigt.

Viel Sonne statt Regen

Angesichts der Prognosen war sehr unwahrscheinlich, dass es seit Gründonnerstagabend (Jugendkreuztracht) tatsächlich nur wenige Regenminuten gab. Die große Mendener Kreuztracht und die vielen besonders gestalteten Stundenprozessionen fanden bei viel Sonnenschein statt.

Hätte es zuletzt nicht so anhaltend viel geregnet, wären die Bedingungen ideal gewesen. So mussten die vielen Teilnehmer dann doch zwischenzeitlich vorsichtig unterwegs sein.

Kirchlicherseits war die Unterstützung einmal mehr groß. Viele freuten sich, dass mit Bernhard Brackhane der ehemalige Pfarrer der St.-Vincenz-Gemeinde eigens von Bielefeld zur großen Mendener Kreuztracht in seine einstige Heimat gekommen war. Auch für Generalvikar Alfons Hardt, ehemaliger Mendener, war einmal mehr die Teilnahme Ehrensache. An seiner Seite ging Weihbischof König mit über den Berg.

Befremdet zeigten sich viele Teilnehmer, weil die Anzahl der Stadtratsmitglieder bei der Traditionsveranstaltung in diesem Jahr für einen Minusrekord von nicht einmal mehr einem halben Dutzend gesorgt hat. Denn die Kreuztracht war im Jahr 1684 vom damaligen Bürgermeister Wennemar Schmittmann und weiteren für die Stadt verantwortlichen Männern begründet worden und keinesfalls allein seitens der Kirche. Bürgermeister Volker Fleige (SPD) und CDU-Spitzenmann Martin Wächter zogen Karfreitag von 9 bis 11 Uhr fast schon einträchtig hinter der Kreuzgruppe her.

Im Gegensatz zu anderen Großereignissen gibt es für die Kreuztracht kaum Anhaltspunkte, wie groß die Gesamtzahl der Teilnehmer ist. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte ist es zu Verschiebungen gekommen. So gilt die Jugendkreuztracht mit bis zu 3000 Teilnehmern längst als größte Prozession.