Viele Abschlüsse unter einem Dach

Die Trommelgruppe trat beim Tag der offenen Tür der Gesamtschule Menden in der Aula auf.
Die Trommelgruppe trat beim Tag der offenen Tür der Gesamtschule Menden in der Aula auf.
Foto: WP

Menden..  „Ich bin begeistert über das, was die Kolleginnen und Kollegen für den heutigen Tag auf die Beine gestellt haben“, lobte Schulleiter Ralf Goldschmidt die Vorstellung der Fachbereiche der Gesamtschule Menden am Samstagvormittag. Zum Tag der offenen Tür hatte die Schule besonders jene Schülerinnen und Schüler und deren Eltern eingeladen, die möglicherweise zum neuen Schuljahr zur Gesamtschule wechseln wollen. Um 11 Uhr begann in der Aula eine Informationsveranstaltung zum Thema „Leben und Lernen an der Gesamtschule Menden“.

Keine Erprobungsstufe

Die meisten Stühle waren besetzt als Ralf Goldschmidt mit seinen Erläuterungen begann. „Wir schicken keine Kinder wieder weg. Wir haben keine Erprobungsstufe“, verdeutlichte der Schulleiter den signifikanten Unterschied zu anderen Schulen. Nach der 5. Klasse komme in der 6. Jahrgangsstufe eine zweite Fremdsprache hinzu. Man habe sich an der GEM für Spanisch entschieden. „Arbeitslehre, Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten sind weitere Lernbereiche dieser Jahrgangsstufe“, erklärte Goldschmidt weiter.

Ab der 7. Klasse wird es dann ernst. Wer später in die gymnasiale Oberstufe will, benötigt dann Ergänzungskurse. Nur wer eine bestimmte Anzahl von Kursen mit entsprechenden Leistungen absolviert hat, kann die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erhalten und diese besuchen. „Unsere Messlatte liegt hierfür hoch“, betont Ralf Goldschmidt. Allerdings wird an der Gesamtschule das Abitur erst nach neun Jahren gemacht. „Ihr habt hier bei uns also mehr Zeit“, erklärt der Schulleiter Kindern und Eltern. Bis zur 9. Klasse gibt es keine Versetzungen, also auch kein „Klebenbleiben“. In der gymnasialen Oberstufe ist man an der Gesamtschule wie jedes andere Gymnasium an den Lehrplan gebunden.

Ganztagsschule

Verschiedene Abschlüsse können an der Gesamtschule unter einem Dach gemacht werden. Nach der 9. oder 10. Klasse gibt es den Hauptschulabschluss. Man kann aber auch die Fachoberschulreife mit oder ohne Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erhalten. Es folgt die Fachhochschulreife. Wer es dann schafft, macht das Abitur.

Die Gesamtschule Menden ist eine Ganztagsschule. Neben dem Essen gibt es in der Mittagspause weitere Aktivitäten. Zwei große Hunde, Kurt und Bella, kommen mit Alexandra Büse in die Schule. Dann sind mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsame Spaziergänge angesagt. „Sie müssten erleben, wie entspannt unsere Kinder danach sind. Auch ein Pony gibt es in der Nähe, das von den Kindern versorgt wird“, berichtet der Schulleiter.

Trommellehrer Ulf Heße stellte dann in der Aula seine Trommelgruppe vor. „Trommeln fördert das Gefühl für Rhythmus, die Koordination und die Konzentration“, betont er. Weitere Darbietungen und Hausführungen schlossen sich an.

Hoffen auf Klarheit

Ein noch nicht abgeschlossenes Thema ist die Übernahme des Realschulgebäudes durch die GEM. „Das Gebäude der Realschule ist für eine Gesamtschule so nicht tauglich. Zum Beispiel fehlen Ganztagsräume völlig“, meint die Schulpflegschaftsvorsitzende Cordula Puls. Marcus Kampe vom Förderverein: „Bis heute gibt es keine Planungen. Wir benötigen dort Aufenthaltsräume, Cafeteria, Beratungsräume, eben die Räumlichkeiten, die eine ganztägige Gesamtschule benötigt. Die Realschule war für diese Zwecke nie ausgerichtet.“ Für Dr. Martin Kampe, ebenfalls vom Förderverein, sind noch viele Fragen offen. „Wir hoffen bald Klarheit zu bekommen“, meint er.

Ein volles Programm und viele interessante Informationen zeichneten den Tag der offenen Tür aus. Das Interesse war sehr groß.