Viel Bewegung in der Geschäftswelt
14.10.2011 | 19:53 Uhr 2011-10-14T19:53:00+0200
Menden.In der Mendener Innenstadt gibt es zahlreiche Veränderungen: Positiv sind gleich zwei Neueröffnungen. Negativ hingegen: Neben „La Vita“ am Neumarkt verlässt ein weiteres Geschäft die Innenstadt.
Seit Juli standen die Räume des ehemaligen Geschäfts Optik Holterhöfer leer: Jetzt wird der Laden an der Hauptstraße renoviert. Mitte November wird dort das Geschäft „Tredy“ eröffnet, das Damenoberbekleidung anbietet. Mieterin Barbara Reinwaldt ist durch einen Makler auf die leer stehende Immobilie in der Mendener Fußgängerzone aufmerksam geworden. Derzeit gebe es 48 Tredy-Filialen in NRW und Niedersachsen. Der erste Laden wurde laut Internetpräsenz des Unternehmens im Jahr 2006 eröffnet. Tredy sei ein Unternehmen, das „die Kollektion zu einem großen teil selbst kreiert und produzieren lässt“, heißt es dort weiter.
Eine Neueröffnung gibt es auch in der Gartenstraße. In die Räume eines Tapetenhandels ist zum 1. Oktober Massoud Khabiri eingezogen. Er und sein Team bieten auf rund 250 Quadratmetern Teppiche „aus allen Ländern“ an. „Ich bin seit 40 Jahren Teppichhändler“, sagt Khabiri. „Wir haben eine eigene Herstellung im Iran.“ Neben dem Verkauf bietet das Geschäft auch Reinigung und Reparatur von Teppichen an.
Die Bäckerei Tillmann wird sich vom so hart umkämpften Innenstadtbereich zurückziehen. Der Handwerksbetrieb aus Balve will jedoch weiterhin mit zwei Filialen in Menden präsent sein. Aufgegeben wird der Standort an der Hauptstraße. Neu eröffnet hingegen eine Filiale im Lahrfeld.
Bereits Anfang November sollen im kleinen Stadtteil die Räume der ehemaligen Bäckerei Schulte bezogen werden. Seitens der Inhaber-Familie Tillmann hieß es gestern gegenüber der WP: „Wir werden nach Aufgabe unseres Standortes Hauptstraße niemanden entlassen. Die Mitarbeiter werden im Lahrfeld eingesetzt.“ In der 43. Kalenderwoche würden Gerätschaften wie Öfen seitens der Lieferanten zur Verfügung stehen.
Im Lahrfeld freuen sich viele über ein weiteres Stück Infrastruktur. Nach Aufgabe des Familien-geführten Supermarktes und dem Schulte-Rückzug wegen Insolvenz war das kleine Einkaufszentrum noch einmal geschrumpft.
22:13
@2 Sie haben recht! Da liegt ein Fall von Galopp-Legasthenie vor.
Es ist beruhigend, dass Tedi nicht weiter ins Zentrum vorrückt. Bei Tredy geht es wohl um eine Kette vom Niederrhein, die sich offenbar rasch ausbreitet. In sechs Jahren über 40 Filialen. Das ist atemberaubend schnell. Hoffen wir, dass sich dabei niemand überhebt.
18:26
#1 Ruhrik
Bitte erst lesen, dann verstehen und dann erst komentieren.
a) handelt es sich in dem Bericht nicht um Tedi sondern um Tredy.
b) Tedi ist schon lange in der Fußgängerzone vertreten.
Es wunder mich sehr, dass Ihnen das entganngen ist, da Sie sonst immer alles besser wissen als alle Anderen.
Na ja, aber jeder hat mal einen schlechten Tag
12:53
Tedi ist nicht unbedingt ein Gewinn für die Fußgängerzone. Es ist ein typischer Filialist mit einem Angebot von minderwertiger Qualität auf sehr niedrigem Preisniveau - eine der typischen Ramschbuden, die für kurze Zeit als Abschreibungsobjekt betrieben und dann wieder geschlossen werden. Durchweg beschäftigen diese unqualifiziertes Personal auf 400 - Euro - Basis, so dass auch davon keine Kaufkraft- oder Kompetenzoptimierung zu erwarten ist. Die Ausstellungsmodalitäten und die Zielgruppe dieser Kette senken gleichzeitig das Niveau in der unmittelbaren Nachbarschaft.
Obendrein sind die Filialen bekannt für ihre unerträgliche Geruchsbelästigung durch massenhaft ausdünstende Kunststoffprodukte.
Wenn jetzt solche Läden in die städtische Kernfläche eindringen, ist das ein eher bedrohliches Zeichen für die Entwicklung der Innenstadt.