Verwaltung will für Breitband in Frömern kein Geld ausgeben

Frömern..  Der Breitbandausbau in Frömern erlebt eine brisante Wendung. Während die Bürgerinitiative sich abrackert, um bis zum Wochenende 40 Prozent der Haushalte von Frömern zu einem Vertragsabschluss mit dem Anbieter Muenet zu bewegen, lehnt es die Stadtverwaltung ab, den Breitbandausbau durch Muenet in Frömern zu bezuschussen.

Dem Stadtentwicklungsausschuss schlägt die Verwaltung vor, keine Investitionszuschüsse für das schnelle Internet in Frömern zu zahlen. In den Dörfern Hohenheide und Ostbüren hatten die Stadt und die Bürger Muenet noch mit Geld und Eigenleistung unterstützt. Für Frömern sieht die Verwaltung aber eine grundlegend andere Sachlage: Hier bietet nicht nur Muenet den Breitbandausbau an, sondern auch die Annexe GmbH aus Bönen. Während Muenet 20 000 Euro haben möchte, würde Annexe den Internetausbau ohne Zuschuss umsetzen. „Eine finanzielle Unterstützung eines einzigen Anbieters würde eine Marktbeeinflussung und ggfls. sogar einen ungerechtfertigten Eingriff in den Wettbewerb darstellen“, erklärt die Verwaltung.

Dessen ungeachtet trommelt die Internet-Initiative Frömern weiter für Verträge mit Muenet. 30 Prozent der Haushalte haben nach Angaben der Initiaitive unterschrieben. Bis zum 31. Januar müssen es 40 Prozent sein. „Wir hoffen, dass das noch was wird“, erzählen die Multiplikatoren. Das Abwarten auf Vertragsabschlüsse anderer Frömerner halten sie für gefährlich.