Kommunalpolitik
Veranstalter wehren sich gegen geplantes Plakatiermonopol
27.01.2010 | 07:00 Uhr 2010-01-27T07:00:00+0100
Menden. Drei Mendener Veranstalter kritisieren gemeinsam den Plan der Stadtverwaltung, einer auswärtigen Firma das Plakatmonopol in Menden zu übertragen. In einem Schreiben an die Mitglieder des am Mittwoch tagenden Ausschusses für öffentliche Sicherheit schlagen sie eine „Mendener Lösung” vor.
Sie sind mit ihren Konzerten, Partys und Veranstaltungen oft Konkurrenten, in Sachen Plakatierung schreiten Wilfried Kickermann (Phono-Forum), Frank Spiekermann (Schmelzwerk) und Sebastian Schulze (Tiefenrausch) nun aber Seit an Seit. In dem der WP vorliegenden Schreiben rechnen sie vor, dass die Plakatierungskosten durch die externe Firma für die Veranstalter so hoch würden, dass diese sie nicht mehr tragen könnten.
800 Euro pro Veranstaltung
Für eine durchschnittliche Veranstaltung mit 40 Plakaten könnten so 800 Euro fällig werden — statt bislang um 80 bis 100 Euro, die an die Stadt zu entrichten sind. „Die rege und im Kreis beispiellose Kultur- und Veranstaltungszene wird einen herben Schlag erleiden, wenn sie für ihre Events über Plakate nicht werben darf”, heißt es in dem Schreiben.
Der auswärtigen Firma würde nach den jetzigen Plänen der Stadt das Recht gegeben, auf städtischem Grund Plakatierungsstellen einzurichten und diese zu bewirtschaften. Nur dort dürfte dann geworben werden, die Firma würde die Plakatszene auch im Auftrag der Stadt kontrollieren.
Mendener Lösung angestrebt
Nach Ansicht von Kickermann, Spiekermann und Schulze sei dieses Verfahren in anderen Städten nicht erfolgreich gewesen. Die Veranstalter appellieren nun an die Ausschussmitglieder, den Punkt heute Abend zu vertagen, um eine Mendener Lösung mit dem Ordnungsamt zu erarbeiten.
Auch sie wollen kein unbegrenztes Wild-West-Plakatieren in Menden; sie werden wohl vielmehr eine Selbstbeschränkung anbieten — wenn denn die auswärtige Firma nicht zum Zuge kommt.
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