Veganer verzichten ganz auf tierische Produkte
01.06.2012 | 18:49 Uhr 2012-06-01T18:49:00+0200
Hüingsen. Nein, missionieren möchten sie nicht. Eher ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wir Menschen mit anderen Lebewesen umgehen. Stefanie und Mirko Stefan Elfert sind seit drei Jahren Veganer – das heißt, sie verzichten in ihrer Ernährung auf tierische Erzeugnisse wie Fleisch, aber auch Milch, Eier und Honig.
Jetzt haben sie zum ersten Mal ein veganes Frühstück in ihrer Kirchengemeinde Christ-König Hüingsen serviert – zum Ausprobieren für 70 Personen. Ihr Fazit: „Es ist gut angekommen, selbst der vegane Schmalz ohne tierische Fette hat den meisten geschmeckt.“
Silvester 2008 kommt das Thema bei den Elferts zum ersten Mal auf den Tisch: Schon seit Jahren reagiert Stefanie Elfert auf Tiertransporter, die mit ihrer lebenden Fracht über Autobahnen und Landstraßen fuhren, sehr emotional: „Jetzt ist Schluss“, sagt sich das Paar damals. „Man kann nicht nur über Massentierhaltung schimpfen und keine Konsequenzen daraus ziehen. Wir unterstützen das ab sofort nicht mehr.“ Zu Zweit, denn das gemeinsame Kochen und Essen ist den beiden wichtig.
Die Entscheidung, gleich ganz auf tierische Produkte zu verzichten, fällt ihnen leicht: „Wenn ich etwas mache, dann auch konsequent“, sagt Stefanie Elfert. „Man fühlt sich gut, dass kein Tier für unser Essen leiden musste“, fügt ihr Ehemann an. Als Verzicht verstehen die beiden ihren Ernährungswechsel nicht: „Ganz im Gegenteil“, sagt Mirko Stefan Elfert. „Ich habe das Gefühl, ich habe mehr Auswahl.“ Denn plötzlich stehen ganz neue Lebensmittel auf dem Speiseplan: Milch aus Dinkel, Reis, Hafer, Soja, verschiedene Linsensorten.
Das Paar beschäftigt sich seitdem auch mehr mit Inhaltsstoffen der Lebensmittel. Mangelerscheinungen haben sie bislang nicht an sich entdeckt. Im Gegenteil: In den drei Jahren haben beide mehrere Kilogramm Körpergewicht abgenommen, fühlen sich fit: „Man fühlt sich frischer“, sagt Stefanie Elfert. Teurer sei die vegane Ernährung nicht: „Wir verzichten ja auch auf Zwischendurch-Snacks wie zum Beispiel Bratwurst.“ Und viele Supermärkte, auch in Menden, hätten bereits viele Bio- und Vegan-Produkte im Angebot.
Und wie reagieren Freunde und Bekannte auf den veganen Essensstil? „Viele fragen genauer nach, wenn sie hören, dass wir Veganer sind“, sagt Mirko Stefan Elfert. Und so entwickelt sich immer mal wieder ein Gespräch über Ethik: „Wir entfernen uns in der Fleischproduktion und beim Fleischkonsum immer mehr vom Tier“, sagt er. „Wir verdrängen, dass ein Tier auf dem Teller liegt.“
Warum verzichten die Elferts nicht nur auf Fleisch? „Auch in der Milch- und Eierproduktion werden Tiere ausgebeutet. Kühe werden immer wieder geschwängert, damit sie Milch geben, ihre männlichen Kälber werden geschlachtet. Wir möchten dieses System nicht unterstützen“, sagen die beiden. Und ihre vegane Lebenshaltung entwickelt sich noch: „Es ist ein Prozess, ein Weg“, sagt Mirko Stefan Elfert. „Wir achten jetzt auch darauf, uns keine neuen Sachen aus Leder zu kaufen.“
Zum veganen Frühstück kamen in der Christ-König-Gemeinde neben verschiedenen Aufstrichen auch Bällchen aus Kichererbsenmehl auf den Tisch, aber auch ein selbst gebackener Schokokuchen.
17:27
Ähnlich wie Fettleibigkeit ist das hier ein ein anderes extremes Symptom der Überlfussgesellschaft.
In meinem Bekanntenkreis habe ich ein ehemaligen Veganer der nach knapp 10Jahren Risikoernährung zusammengebrochen ist unter körperlicher Belastung. Seitdem er sich wieder ausgewogen ernährt ist er wieder Beschwerdefrei.
Das menschliche Gebiss ist das eines Allesfressers und näher am Schwein als am Rind. Das sollte man sich einfach in Gedächtnis rufen. Was natürlich auch nicht bedeutet jeden Tag nur Fleischprodukte zu essen....
Gesunde Ernährung besteht nicht aus einseitiger Fehlernährung, die sich häufig erst nach Jahren die Schäden zeigt.
Es soll ja sogar Leute geben die ihren Hund vegan quälen und sich wundern das der mit 6-8 Jahren schon verstirbt...
09:52
Jetzt essen Sie den armen Tieren alles weg