Mendener Künstler
Urteil zu Mendener Fußgängerzone fällt gnädig aus
18.03.2010 | 08:00 Uhr 2010-03-18T08:00:00+0100
Menden. Er hat Dutzende von Fußgängerzonen in Deutschland besucht, sie fotografiert und in einem 80-seitigen Buch zusammengefasst. Das Urteil, das der in Menden geborene Künstler Rüdiger Kramer dazu fällt, ist vernichtend. Umso erfreulicher erscheint da die Einschätzung zur Mendener Fußgängerzone.
„Menden ist durchschnittlich bis besser”, sagte Kramer gestern der WP: „Nein, nein, die Fußgängerzone ist im Prinzip ganz gut.”
Und Rüdiger Kramer, der 1954 in Menden geboren wurde und heute als bildender Künstler in Mönchengladbach lebt, muss es wissen. Schließlich hat er nach seinen Visiten in diversen Fußgängerzonen genug Vergleichsobjekte. Das Fazit des Beuys-Schülers: „Es sah überall gleich aus: Kirche in der Mitte, Kaufhaus hier, Sparkasse da, einige Läden, Stühle oder Bänke. Burger und Kebab und Eis. Gaststätten und Restaurants, die am Abend zum Verweilen eingeladen hätten, waren weniger zu finden. Warum sollte man flanieren, wo nichts Interessantes ist?”
Hat sich so ergeben
Dabei wollte Kramer, der zuletzt mit der Ausstellung seiner Bilder „Menden Wald” in der Hönnestadt präsent war, ursprünglich gar keinen fotografischen Abgesang auf die Fußgängerzonen produzieren: „Aber so hat es sich ergeben.”
Die Ergebnisse gibt es nun in Buchform mit dem Titel „Fußgängerzonen — Bilder aus Städten” im B. Kühlen Verlag zum Preis von 16,80 Euro (ISBN: 978-3-87448-309-4). Und die Bilder des gebürtigen Mendeners sind bald auch in einer Ausstellung zu sehen — wenn man denn einen kleinen Ausflug machen will: Vom 30. März bis zum 27. April ist sie im Bezirksrathaus in Köln-Nippes zu sehen.
20:19
Ich hab beruflich eine Reihe von Fußgängerzonen gesehen. Und die Mendener City ist durchschnittlich.
Man sollte aber auch mehr als nur optische Kriterien heranziehen.
Menden hat viele (ungenutze) Potentiale, eingie davon werden zerstört werden. DIe Innenstadt hat vor allem ein zentrales Problem durch zu hohe Mieten. Aber dennoch gilt: Es gibt auch viele Städte, die eben kein Pelzmodenladen oder Sportgeschäft mehr haben... Sondern nur nur noch KIK; EUROSHOP, und Rossmann.
Aber das ist kein Trost, den der Trend zeigt abwärts. Und mit der A46 wird sich der noch beschleunigen.