Urlaubspaten für die Samtpfoten zu Hause

Der Freundeskreis Katze und Mensch will dafür sorgen, dass Katzen sich zu Hause wohl fühlen, auch wenn ihr Besitzer in den Urlaub fährt. Im Bild: Melanie Hankel (links) und Karin Dzicher.
Der Freundeskreis Katze und Mensch will dafür sorgen, dass Katzen sich zu Hause wohl fühlen, auch wenn ihr Besitzer in den Urlaub fährt. Im Bild: Melanie Hankel (links) und Karin Dzicher.
Foto: WP

Menden..  Wenn Katzenbesitzer in den Urlaub fahren, stellt sich die Frage: Wo bleibt meine Samtpfote in dieser Zeit? Hier will der Freundeskreis Katze und Mensch weiterhelfen. Der eingetragene Verein organisiert eine gegenseitige Betreuung für die Ferienzeit oder andere Abwesenheiten.

Die Mendenerin Melanie Hankel kennt die Gruppe aus der Zeit, in der sie in der Nähe von Stuttgart gelebt hat. „Damals habe ich für einen dreiwöchigen Urlaub jemanden für meine Katze gesucht“, erinnert sich die 37-Jährige. Über einen Aushang in einem Supermarkt stieß sie auf den Freundeskreis Katze und Mensch. In Melanie Hankels Urlaub betreute ein älteres Ehepaar ihre Katze. Auch bei weiteren Urlauben wusste sie ihre Katze dort in guten Händen und kümmerte sich umgekehrt um den Stubentiger des Ehepaares, wenn dieses in den Urlaub fahren wollte.

Beruht auf Gegenseitigkeit

Als Melanie Hankel einige Jahre später wieder zurück nach Menden zog, brachte sie die Idee der gegenseitigen Katzenbetreuung mit und hob hier die Ortsgruppe Menden/Iserlohn aus der Taufe: „Es gibt nichts Günstigeres und Besseres für die Tiere“, schwärmt sie. Mittlerweile zählt die Gruppe circa 20 Mitglieder, die aus Menden, Iserlohn, Wickede, Hemer, Fröndenberg und Neheim kommen.

In gewohnter Umgebung

„Katzen wollen lieber immer in ihrer gewohnten Umgebung sein“, berichtet Karin Dzicher (24), die mittlerweile die Gruppenleitung von Melanie Hankel übernommen hat. „Es ist schwieriger, eine Katze in eine Tierpension zu geben als einen Hund. Das macht nicht jede Katze mit.“

Durch den Freundeskreis können die Stubentiger bei Frauchens oder Herrchens Abwesenheit in ihrem Zuhause bleiben. Ein anderes Vereinsmitglied kümmert sich nicht nur um das Füttern der Katze, sondern reinigt auch das Katzenklo und spielt mit dem Vierbeiner. „Das Gute ist, dass die Tiere dadurch in erfahrenen Händen sind“, freut sich Karin Dzicher, die selbst drei Katzen – Garfield, Lucy und Felix – hat. Quasi nebenbei gießen die Katzen-Urlaubspaten auch die Blumen und leeren den Briefkasten.

Vertrauensbasis

Ist es nicht eine große Überwindung, einem zunächst Wildfremden seine Wohnung und vor allem auch sein Haustier anzuvertrauen? „Das läuft natürlich auf Vertrauensbasis“, sagt Melanie Hankel, stellvertretende Gruppenleiterin und Katzen-Frauchen von Pippa und Nelly. „Aber da ist noch nie was schief gegangen.“ Hinzu komme, dass ja jedes Vereinsmitglied namentlich und mit seiner Adresse registriert sei. Bei den alle vier Wochen stattfindenden Stammtisch-Treffen besteht darüber hinaus Gelegenheit, mögliche Katzen-Urlaubspaten kennen zu lernen.

35 Euro Mitgliedsgebühr

Vereinsmitglieder leisten eine jährliche Mitgliedsgebühr in Höhe von 35 Euro. Von dem Geld werden vor allem die Kastration und die Fütterung von Streunerkatzen bezahlt.